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CBD gegen Schmerzen: Anwendung, Studien und Dosierung

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Geschrieben von Jana Delzer
Aktualisiert am September 26, 2019

Wahrscheinlich ist die Schmerzlinderung eine der häufigsten Anwendungsgebiete des Cannabinoids CBD. Tatsache ist, dass jeder irgendwann in seinem Leben Schmerzen erleidet. Es ist beruhigend zu wissen, dass es ein natürliches Heilmittel gibt, das genau in solchen Situationen helfen kann. Eine natürliche Alternative ist besonders wichtig für Menschen, die chronische oder neuropathische Schmerzen oder jene Schmerzen haben, die länger als ein paar Monate anhalten.

Mehr als 23 Millionen Menschen in Deutschland sind jedes Jahr von chronischen Schmerzen betroffen. Das Schlimmste daran ist aber, dass man sie nicht heilen kann. Die gute Nachricht ist allerdings, dass man chronische Schmerzen behandeln kann. Die Ironie an der Sache ist aber, dass die häufigsten medizinischen Behandlungen in Deutschland aus Steroiden, Nervenblockern und Opioiden (Betäubungsmittel) bestehen. Viele von ihnen sind mit einem erheblichen Suchtrisiko und Nebenwirkungen verbunden. Sogar rezeptfreie Medikamente wie Ibuprofen und Aspirin können bei regelmäßiger Anwendung gefährlich sein – jedes Jahr werden mehr als 100.000 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert und Schätzungen zufolge sterben 15.000.

Was ist mit CBD? Lindert es nun wirklich Schmerzen und wenn ja, wie ist das möglich? Letztendlich lautet die Antwort: „Ja“. CBD ist aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften eine Option, um Schmerzen zu lindern. Studien zu CBD und Schmerztherapien haben vielversprechende Ergebnisse gebracht. CBD bietet für jene Menschen eine Alternative, die unter chronischen Schmerzen leiden und auf gefährlichere, abhängig machende Medikamente wie Opioide angewiesen sind. CBD unterscheidet sich stark von den meisten verordneten Schmerzmitteln. Es ist nicht toxisch, macht nicht abhängig und hat nur minimale Nebenwirkungen.

CBD gegen Schmerzen

Schmerz definiert man als unangenehme Sinneserfahrung. Das liegt daran, dass Schmerzen eigentlich ein Warnsystem sind. Sie sollen uns zeigen, dass im Körper etwas nicht stimmt. Das kann sich in Form von Kribbeln, Sticheln, Stechen, Schmerz oder Brennen äußern. Als Folge ist es möglich, dass sich die Produktivität einschränkt und die Schmerzproblematik das Wohlbefinden einer Person beeinträchtigt. Laut dem amerikanischen Nationalen Institut für neurologische Erkrankungen und Schlaganfälle beeinflusst die Genetik das Risiko einer Person, chronische Schmerzen zu entwickeln, wie empfindlich sie für schmerzhafte Reize ist und ob bestimmte Therapien zur Linderung von Beschwerden beitragen. Letztendlich ist der Schmerz subjektiv.

Schmerzen kann man als akut oder chronisch einstufen. Akute Schmerzen sind in der Regel das Ergebnis von Verletzungen, Entzündungen oder Krankheiten. Chronische Schmerzen sind die Beschwerden, die mit chronischen Krankheiten verbunden sind. Sie können über lange Zeiträume anhalten und sind sehr oft resistent gegen viele medizinische Behandlungen.

Die Diagnose „chronische Schmerzen“ kann verheerend sein. Für diejenigen von uns, die nicht an chronischen Schmerzen leiden, ist es schwer vorstellbar, was Betroffene durchmachen. Chronische Schmerzen treten oftmals sekundär zu einer Form von Trauma auf. So verschlimmert sich die eigentliche Situation weitaus mehr. Stellen Sie sich den schlimmsten Schmerz vor, den Sie je erlebt haben. Stellen Sie sich dann vor, Sie leiden monatelang, manchmal sogar jahrelang Tag für Tag an genau diesem Schmerz.

Was hilft gegen Schmerzen

Während Ärzte Zugang zu Werkzeugen haben, um mit akuten Schmerzen umzugehen, gibt es gegen chronische Schmerzen in der Regel keine schnelle Lösung. In der Vergangenheit waren Chirurgie, Physiotherapie, interventionelle Verfahren und Schmerzmedikamente die wichtigsten Therapien gegen Schmerzen. Weil sie billig und so leicht zugänglich sind, stellten Opioid-Betäubungsmittel auch eine beliebte Wahl dar. Angesichts der weltweiten Opioidkrise tendieren immer mehr Menschen dazu, natürlichen Alternativen eine Chance zu geben. Dazu gehört auch das Cannabinoid CBD.

Man kann Schmerzen detaillierter als neuropathisch, nozizeptiv oder psychogen einstufen. Neuropathische Schmerzen entstehen durch Veränderungen im Nervensystem. So besteht das Schmerzempfinden weiter, auch nachdem eine Verletzung verheilt ist. Nozizeptive Schmerzen treten auf, weil der Körper die Schmerzrezeptoren entweder im tiefen Gewebe oder auf der Oberfläche des Körpers ständig aktiviert. Häufig gehen solche Schmerzen mit Entzündungen einher. Fibromyalgie und rheumatoide Arthritis sind Beispiele für nozizeptive Schmerzen. Psychogene Schmerzen treten aufgrund von psychischen Störungen auf, die Depressionen und Angstzustände verursachen.

Wie CBD bei der Behandlung von Schmerzen helfen könnte

Sowohl der Mensch als auch viele Tiere haben ein biologisches System, das man Endocannabinoidsystem (ECS) nennt. Dieses System besteht aus Cannabinoidrezeptoren, die sich im gesamten Körper befinden, einschließlich Rückenmark, Immunsystem und Gehirn. Das ECS hilft bei der Regulierung verschiedener wichtiger Körperfunktionen wie Immunantwort, Schmerzen und Schlaf.

Wie funktioniert CBD?

Cannabidiol, welches man auch unter der Abkürzung CBD kennt, wirkt durch indirekte Beeinflussung der Rezeptoren im ECS. Entsprechend kann es mehrere Ergebnisse erzielen. Zum Beispiel hindert CBD den Körper daran, Anandamid aufzunehmen. Bei Anandamid handelt es sich um eine Verbindung, die mit der Regulierung von Schmerzen verbunden ist. Auf diese Weise kann CBD Schmerzen lindern. Zusätzlich verringert es auch die Entzündung, welche die Ursache für verschiedene schmerzhafte Zustände ist.

Was macht das ECS?

Das ECS spielt außerdem eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Homöostase im Körper. Die Homöostase sorgt dafür, dass alle Prozesse des Körpers im Gleichgewicht sind. Wenn bestimmte Prozesse jedoch aus dem Gleichgewicht geraten, können Krankheiten auftreten. Dies kann die Ursache dafür sein, warum Schmerzen auftreten. Wenn wir in der Lage sind, den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, können wir Symptome wie Schmerzen wirksam lindern. Wie bereits erwähnt, befinden sich die Rezeptoren im gesamten Körper auf den Zelloberflächen.  Des Weiteren interagieren Endocannabinoide mit den Rezeptoren und aktivieren sie. CBD ist also in der Lage, die Aktivität der Endocannabinoide zu imitieren, welche der Körper auf natürliche Weise im Körper produziert. So kann es ähnliche Effekte wie Schmerzlinderung hervorzurufen.

Wenn man THC konsumiert, sorgt das für ein „High“, weil es an die CB1 Rezeptoren bindet, welche sich im Gehirn befinden. CBD jedoch geht keine direkte Verbindung mit den Rezeptoren ein. Stattdessen interagiert es indirekt mit den CB2 Rezeptoren, welche sich vor allem im Immunsystem, aber auch im gesamten restlichen Körper finden.

Das ECS ist direkt verantwortlich für die Kontrolle spezifischer Reaktionen im Körper. Dazu gehört zum Beispiel die  Schmerzregulierung. Resorbiert der Körper das CBD, übernimmt es die Rolle der Endocannabinoide, welche der Körper an sich auch selbst produzieren kann. So ist es möglich mit CBD Schmerzen zu lindern, die aus einem Ungleichgewicht an körpereigenen Endocannabinoiden resultieren.

CBD und das ECS

Studien haben gezeigt, dass CBD sowohl mit den Gehirnrezeptoren als auch mit dem Immunsystem interagiert. Die Rezeptoren empfangen durch Stimuli mehrere chemische Signale. So helfen sie dem Rest der Zellen, auf diese Signale zu reagieren. Reagieren die Rezeptoren mit CBD, bilden sie entzündungshemmende Wirkungen, die zur Schmerzlinderung beitragen.

Da CBD mit Rezeptoren im Gehirn interagiert, trägt es zur Verbesserung des Schmerzmanagementsystems bei. Dies bedeutet, dass die Entzündung abnimmt und die Schmerzen selbst nachlassen. Sie können CBD kontinuierlich einnehmen, um Ihre chronischen Schmerzen zu behandeln. Im Gegensatz zu klassischen Schmerzmedikamenten werden Sie keine Toleranz dagegen aufbauen. Im Wesentlichen bietet CBD eine langfristige Lösung für ein langfristiges Problem. Sie müssen die Dosierungsmenge nicht ständig erhöhen oder nach neuen Medikamenten suchen, die möglicherweise besser wirken. Dies macht CBD zu einer wirksamen Behandlung für verschiedene Arten von chronischen Schmerzen, einschließlich Arthritis.

Medizinische Erkenntnisse: Cannabinoide und CBD bei Schmerzen

Die Studien, welche die Wirksamkeit von CBD als Schmerzmittel unterstützen, sind umfangreich. In einer Studie aus dem Jahr 2007 untersuchte man die Auswirkungen von Cannabinoiden auf die Behandlung der verheerenden Schmerzen, unter denen 50 bis 70 % der Multiple Sklerose-Patienten leiden. Diese placebokontrollierte Doppelblindstudie ergab, dass Cannabinoide, zu denen das CBD / THC Buccalspray gehört, bei der Behandlung von neuropathischen Schmerzen, die bei MS auftreten, wirksam sind.

In einem Bericht aus dem Jahr 2008 beschrieb man, wie CBD chronische Schmerzen lindert. Die Überprüfung bezog sich auf Studien, die man zwischen Ende der 1980er Jahre und 2007 durchführte. Auf Grundlage dieser Studien berichteten die Forscher, dass CBD für die gesamte Schmerzbehandlung ohne das Risiko von Nebenwirkungen wirksam ist. Sie gaben auch an, dass CBD bei der Behandlung von Schlaflosigkeit, die mit chronischen Schmerzen zusammenhängt, von Vorteil sei.

Eine Studie aus dem Jahr 2016 untersuchte den Einsatz von CBD bei Ratten mit Arthritis. An vier aufeinanderfolgenden Tagen brachten die Forscher CBD Gel auf die Ratten auf. Jeden Tag verwendete man 0,6; 3,1; 6,2 oder 62,3 mg CBD. Die Forscher stellten fest, dass Ratten nach der CBD Behandlung eine Verringerung der Entzündung und der Schmerzen in den betroffenen Gelenken erlebten und dabei keine Nebenwirkungen auftraten.

Insgesamt sind sich die Forscher einig, dass Daten zur Unterstützung von CBD als bevorzugte Methode zur Schmerzbehandlung zwar nicht schlüssig sind, CBD Produkte jedoch ein großes Potenzial bieten. Noch beeindruckender ist, dass CBD vielen Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, Linderung verschaffen kann, ohne Abhängigkeit oder Vergiftung zu verursachen.

Medizinische Vorteile der Verwendung von CBD zur Behandlung von Schmerzen

Einer der Hauptvorteile der Verwendung von CBD gegen Schmerzen besteht darin, dass es nicht dieselbe Abhängigkeit auslöst, welche klassische Arzneimitteln verursachen. Forscher haben lange nach alternativen Schmerzmitteln gesucht. CBD ist eine Behandlungsmöglichkeit, die man seit Langem bei Schmerzen einsetzt. Aber erst vor Kurzem hat der medizinische Sektor anerkannt, dass es sich um eine legitime Behandlung für verschiedene Krankheiten wie chronische Schmerzen handelt.

Da die Arzeneimittelbehöre in Betracht zieht, Cannabis und CBD für medizinische Zwecke zu verwenden, geht es beim Vapen und Rauchen von Cannabis langsam mehr als nur um das bekannte „High“. Neben vielen anderen positiven Eigenschaften entwickelt es sich zunehmend zu einem Gesundheitsproblem. Einige dieser Vorteile umfassen:

  • Hilft den Muskeln, bei der Entspannung: Wenn sich die Muskeln entspannen, ist die Bewegung im Körper einfacher. Dies ist wichtig für Menschen, die unter chronischen Schmerzen leiden, aber dennoch Sport treiben oder Yoga praktizieren möchten – was anfangs schmerzhaft sein kann.
  • Schlaflosigkeit: Menschen mit Schlafstörungen leiden mit größerer Wahrscheinlichkeit unter starken Schmerzen, da der Körper seinen natürlichen Heilungsprozess nicht abschließen kann. CBD hat neuroprotektive Eigenschaften, die dazu beitragen, die Ruhe zu fördern und den Schlaf zu verbessern.
  • Kontrolliert neuropathische Schmerzen: CBD zielt auf die Neuronen im Nervensystem ab, die für die Übertragung der Schmerzsignale durch Regionen der Wirbelsäule und des Gehirns verantwortlich sind. Es reduziert chronische Schmerzen, die durch Entzündungen verursacht werden und wirkt beruhigend auf neuropathische Schmerzen.
  • Entzündungshemmend: Chronische Entzündungen sind eine der häufigsten Ursachen für Gewebeschäden und starke Schmerzen. CBD bietet sofortige und langfristige Linderung ohne Gefahr für den Körper.

Wie man CBD gegen Schmerzen einnimmt.

CBD Öl als auch CBD Cremes eignen sich gut zur Schmerzlinderung. Cremes können zur gezielteren Schmerzlinderung direkt auf den Bereich aufgetragen werden, in dem der Patient Schmerzen verspürt. Möglicherweise kann es jedoch etwas länger dauern, bis man die Wirkung spürt, da der Körper das CBD über die Haut aufnimmt.

CBD Öl kann dagegen eine etwas schnellere Linderung bewirken. Das ist aufgrund der Fähigkeit, das Verdauungssystem zu umgehen und direkt in die Körperzellen einzudringen. Außerdem kann CBD Öl dazu beitragen, andere Symptome zu lindern, die der Patient möglicherweise hat. Dazu gehören Appetitlosigkeit, Angstzustände und Schlafstörungen.

Die orale Verabreichung von CBD ist zweifelsohne die häufigste Methode, um CBD zu verwenden. Diese Möglichkeit geht schnell, ist bequem und man kann sie einfach dosieren. Verwenden Sie CBD Öl, sollten Sie es sublingual einnehmen. Das bedeutet, dass Sie es mindestens ein oder zwei Minuten unter der Zunge lassen, bevor Sie es herunterschlucken. Diese Methode ermöglicht es den Schleimhäuten im Mund, das CBD zu absorbieren. Dadurch umgeht man den Metabolismus in der Leber und im Verdauungssystem. Das bedeutet, dass das CBD den Blutkreislauf viel schneller erreicht. Wenn Sie CBD bei chronischen Schmerzen anwenden, empfiehlt man, bei oraler Anwendung zwischen 2,5 und 20 mg einzunehmen.

Was schafft CBD bei Schmerzen?

Es gibt einen großen Unterschied zwischen THC und CBD. Das liegt daran, dass CBD nicht mit den gleichen Hirnrezeptoren wie THC interagiert. Dadurch kann man von CBD nicht „high“ werden. Stattdessen bietet CBD dem Körper die Möglichkeit, seine eigenen Endocannabinoide besser zu nutzen. Wenn Sie unter chronischen Schmerzen leiden, ist CBD also eine gute Wahl für Sie. Es ist einfach, zu handhaben, hat selten Nebenwirkungen und ist günstiger als die meisten verschreibungspflichtigen Medikamente.