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Was Sie über den Endocannabinoid-Mangel wissen sollten

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Geschrieben von Mark Schneider
Aktualisiert am Februar 3, 2019

Man vermutet, dass das Endocannabinoidsystem (ECS) eine sehr wichtige Rolle im menschlichen Körper spielt. Auch nimmt man an, dass es absolut notwendig für unser Überleben ist. Deshalb müssen wir sicherstellen, dass unser ECS ordnungsgemäß funktioniert. Aber wie bei allen anderen Körpersystemen auch, scheint es hier ebenfalls manchmal zu kleinen Schwierigkeiten zu kommen.

Leider diskutiert man das ECS außerhalb der Cannabis-Community nicht umfassend genug. Selbst an medizinischen Fakultäten spricht man darüber nicht sonderlich oft. Das bedeutet, dass es nur eine begrenzte Anzahl von Forschern gibt, die sich mit der Bedeutung des ECS befassen. Sie gehen der Frage nach, was ein schlecht funktionierendes ECS für unsere Gesundheit bedeuten könnte. Die mangelnde Auseinandersetzung ist sicherlich auf die negative Assoziation mit der Cannabispflanze zurückzuführen. Da Cannabis in vielen Regionen illegal ist, kehrt man das ECS unter den Teppich.

Wir halten es für wichtig, die Menschen über das ECS und seine Wirkungsweise aufzuklären. Wenn die Öffentlichkeit über diesen wesentlichen Teil unseres Körpers informiert ist, kann sie  verstehen, was es bedeutet, wenn das ESC nicht optimal funktioniert.

Lesen Sie weiter, um alles über das Endocannabinoidsystem und die Endocannabinoid-Mängel zu erfahren…

Was ist das Endocannabinoidsystem?

Das Endocannabinoidsystem ist ein spezialisiertes biologisches System. Es besteht aus Cannabinoid Rezeptoren, die sich zusammen mit den Endocannabinoiden im gesamten Körper befinden – also einer Art spezialisiertem Neurotransmitter. Tatsächlich existieren mehr Cannabinoid Rezeptoren im Körper als alle Neurotransmitter zusammen. Es handelt sich also um ein riesiges und komplexes System.

Bis heute haben Wissenschaftler zwei primäre Cannabinoid Rezeptoren identifiziert und untersucht: CB1 und CB2. Es kommen verschiedene Arten von CB Rezeptoren im gesamten Körper vor. CB1 Rezeptoren finden sich aber konznetriert vorwiegend im Gehirn und im zentralen Nervensystem sowie in den Nieren, der Leber und der Lunge. CB2 Rezeptoren dagegen existieren vor allem im Immunsystem und in hämatopoetischen Zellen. Das sind jene Zellen, die Blutzellen bilden können.

Die Endocannabinoide unterscheiden sich von einigen anderen Neurotransmittern insoweit, dass sie bei Bedarf synthetisiert (gebildet) werden. Wenn der Körper sie bildet, binden sie sich an entsprechende Cannabinoid Rezeptoren, um Botschaften über verschiedene Problemen an den Körper zu senden. Sobald der Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist, bilden sich dann Endocannabinoide. Sie leiten diese Nachricht über die Cannabinoid Rezeptoren, welche auf der Zelloberfläche sitzen und diese Nachrichten „hören“, im Körper weiter.

Wissenschaftler haben zwei Haupt-Endocannabinoide identifiziert, die 2-AG und Anandamid heißen. Sobald sie ihren Zweck erfüllt haben, gibt es Enzyme welche die Endocannabinoide wieder abbauen. So verhindert der Körper, dass sie zu lange in ihm verbleiben.

Zusammen bilden die Cannabinoid Rezeptoren, Endocannabinoide und Enzyme das Endocannabinoidsystem oder kurz ECS.

Was ist die Aufgabe des ECS?

Obwohl man über das ECS nicht viel redet, ist es tatsächlich sehr wichtig. Während man weiterhin forscht, wir immer deutlicher, dass es wichtiger sein könnte, als bisher angenommen.

Um es einfach auszudrücken: Das ECS behält die Homöostase bei, was bedeutet, dass es unsere Körperfunktionen reguliert, um sicherzustellen, dass wir uns in einem optimalen Zustand befinden. Es hält uns am Leben, indem es Temperatur, Stimmung, Schlaf, Appetit reguliert und sogar Krankheiten verhindert. Es ist wichtig, dass alle Bestandteile in unserem Körper in Ordnung sind. Genau diese Aufgabe erfüllt das Endocannabinoidsystem. Deshalb ist ein schlecht funktionierendes ECS nicht gut – wir brauchen es, um sicherzustellen, dass unsere Körper ordnungsgemäß funktionieren. Je mehr Wissenschaftler das ECS untersuchen, desto mehr erkennen sie, wie wichtig es ist.

Das Endocannabinoidsystem reguliert so ziemlich alles. Daher ist es notwendig, dass es in einem Top-Zustand ist, damit wir einen guten Schlaf, einen gesunden Appetit, eine ausgeglichene Stimmung, ein reguliertes Schmerzempfinden und vieles mehr haben.

Wie hängt CBD mit dem Endocannabinoidsystem zusammen?

Cannabidiol (CBD) ist in letzter Zeit ein wirklich heißes Thema. Es handelt sich hier um ein Cannabinoid – einer der Wirkstoffe in der Cannabis sativa Pflanze. In Pflanzen gefundene Cannabinoide bezeichnet man auch als Phytocannabinoide. Sie können das ECS beeinflussen. Es ist allgemein bekannt, dass sich der Cannabiskonsum auf den Menschen auswirkt, weshalb man die Pflanze auch zum reinen Vergnügen verwendet. Das psychoaktive Element von Cannabis heißt THC (Tetrahydrocannabinol). Es bindet direkt an die CB1 Rezeptoren und bringt so das Gefühl eines „Highs“ nach dem Konsum.

CBD dagegen ist ein multiaktiver Wirkstoff. Während die meisten Wirkstoffe etwas in die eine Richtung senken oder erhöhen, kann CBD in beide Richtungen wirken. Es stimuliert indirekt unser Endocannabinoidsystem und kann dabei helfen, es zu stabilisieren. Wenn wir mehr Endocannabinoide brauchen, fördert CBD ihre Entstehung. Brauchen wir weniger Endocannabinoide, verhindert CBD die Bildung.

CBD bindet nicht direkt an den CB1 oder CB2 Rezeptoren. Vielmehr beeinflusst es die Bildung von Endocannabinoiden, die mit den Cannabinoid Rezeptoren selbst interagieren können.

Durch die Regulierung der Funktion des Endocannabinoidsystems kann die Einnahme von CBD dabei helfen, die Homöostase aufrechtzuerhalten. Man bleibt also gesund.

Was ist ein Endocannabinoid-Mangel?

Wenn der Körper nicht genügend natürliche Endocannabinoide produziert, um die Homöostase aufrechtzuerhalten, spricht man von einem Endocannabinoid-Mangel. Die Wissenschaft weiß noch nicht viel darüber, außer, dass es für unsere Gesundheit im Allgemeinen schlecht ist. Ein Mangel an Endocannabinoiden bedeutet, dass wir nicht in der Lage sind, all unsere Körpersysteme in Schach zu halten.

Ein schlecht funktionierendes ECS kann dazu führen, dass eine Reihe von Körpersystemen aus dem Gleichgewicht gerät. Selbstverständlich ist das nichts Gutes. Deshalb ist es wichtig sicherzustellen, dass unser Endocannabinoidsystem gesund ist und ordnungsgemäß funktioniert.

Obwohl die Forschung noch an der Oberfläche dieses Rätsels kratzt, sieht es ganz so aus, dass ein Endocannabinoid-Mangel tatsächlich sehr häufig vorkommt.

Wie kann CBD bei Endocannabinoid-Mangel helfen?

Obwohl CBD ein Phytocannabinoid ist, kann es uns dabei helfen, gesund zu bleiben. Bei einem Mangel an Endocannabinoiden können in Pflanzen gefundene externe Cannabinoide einige der fehlenden Teile des Systems wiederherstellen. Und mit der bemerkenswerten Fähigkeit von CBD, die Produktion von Cannabinoiden zu stimulieren, könnte es wirklich dazu beitragen, dass sich das ECS wieder regeneriert.

CBD kann die Gesundheit stärken

Die Einnahme von CBD macht Sie nicht immer auf magische Weise gesund. Gesund zu bleiben, bedeutet nämlich auch, sich zu bewegen, sich ausgewogen zu ernähren, für die geistige Gesundheit zu sorgen, und auf Hygiene zu achten. Davon abgesehen gibt es Hinweise darauf, dass die Einnahme von CBD Produkten dazu beitragen kann, die Gesundheit zu stärken.

Es sind weitere Studien erforderlich, um zu verdeutlichen, wie uns CBD als Teil einer gesunden Ernährung helfen kann. Es scheint jedoch offensichtlich, dass Cannabidiol definitiv etwas ist, das wir als eine großartige, natürliche, gesunde Verbindung in Betracht ziehen sollten, die uns helfen kann, ein gesundes Leben zu führen.