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Die Top 4 Hanf- und CBD Ölmythen [Die enthüllte Wahrheit]

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Geschrieben von Mark Schneider
Aktualisiert am Februar 8, 2019

Bei all den Gesprächen über CBD in Deutschland ist es leicht, sich völlig im Thema zu verlieren. Die Regierung hat bereits einige interessante politische Entscheidungen getroffen, weswegen CBD basierte Arzneimittel inzwischen auf Rezept erhältlich sind. Einige Parteien stimmen dieser Entscheidung ganz und gar nicht zu, während andere glauben, dass dieser Schritt zu einer vollständigen Legalisierung von Cannabis führt.

Obwohl es so offensichtlich ist und viele Menschen gerne ihre Meinung zum Thema kundtun, ist es trotzdem kein Wunder, dass die allgemeine Öffentlichkeit von CBD so verblüfft ist, da es für viele noch etwas wirklich Neues ist. Unterschiedliche Quellen sagen verschiedene Dinge, und deswegen ist es ehrlich gesagt alles ein komplettes Durcheinander.

Machen Sie sich aber keine Sorgen. In diesem Artikel gehen wir vier Mythen auf den Grund, die Sie möglicherweise über CBD und Hanf gehört haben. Lesen Sie weiter, um mehr über diesen Stoff zu erfahren …

1. Mythos: CBD Öl macht Sie „high”

Da CBD aus der Cannabispflanze stammt, gehen viele irrtümlicherweise davon aus, dass es sich um ein psychoaktives Mittel handelt, das den Anwender entsprechend „high“ macht. Dies ist jedoch nicht der Fall. Menschen, die in ihrer Freizeit Marihuana konsumieren, werden aufgrund einer anderen Cannabinoidverbindung – namens Tetrahydrocannabinol (THC) – „high“.

CBD hat nicht dieselbe Eigenschaft wie THC. Zu diesem Thema wurden mehrere Studien durchgeführt, darunter eine Studie von Wertlake und Henson mit dem Titel „Ein Testverfahren zur Bestimmung von Cannabidiol bei Patienten, die sich einer medizinischen Behandlung mit Marihuana unterziehen“. In der Studie wurde untersucht, ob CBD in den USA für medizinische Zwecke geeignet ist. Die Forscher untersuchten auch, ob es psychoaktive Wirkungen hatte. Spoiler-Alarm: Es ist nicht das CBD, dass das „High“ verursacht – selbst die WHO hat sich zum Thema geäußert und bekannt gegeben, dass CBD nicht das Potenzial hat, als Droge missbraucht zu werden*.

Lassen Sie sich also nicht sagen, dass CBD und Marihuana dasselbe sind. Es ist sicher, CBD zu konsumieren, weil es keine psychoaktiven Eigenschaften besitzt.

2. Mythos: CBD ist „gut“ und THC ist „schlecht“

Nachdem der erste Mythos widerlegt wurde, verteufeln Sie diese Pflanze wahrscheinlich auch jetzt schon nicht mehr. Die Medien an sich dämonisieren Cannabis seit Jahrzehnten stark. Diese negative Stigmatisierung ist zum Teil auf das „High“ zurückzuführen, welches man beim Konsum erfährt. Was dieses „High“ verursacht ist das enthaltene Cannabinoid namens THC. Mit zunehmender Akzeptanz von CBD und der fortgesetzten Verleumdung von THC stellt man die beiden Verbindungen häufig als Antagonisten dar: CBD ist „gut“ und THC ist „schlecht“. Aber stimmt das wirklich?

Nein. In einigen Bundesstaaten der USA wurde medizinisches Marihuana legalisiert. Normalerweise versuchen die Patienten, Marihuanasorten zu finden, die einen hohen CBD Gehalt aufweisen. Das liegt daran, dass man davon ausgehen kann, dass dies eine bessere Wechselwirkung mit dem Körper bietet. Einige Patienten entscheiden sich jedoch für Sorten, die einen höheren THC Gehalt aufweisen, da es sich eigentlich gar nicht um einen „schlechten“ Wirkstoff handelt. Wenn Sie bereit sind, mit dem psychoaktiven Rausch umzugehen, könnte THC einige gesundheitliche Vorteile für Sie bereithalten.

Cannabis-Medikamente

Nehmen wir zum Beispiel Sativex. Bei Sativex handelt es sich um das erste auf Cannabis basierende Medikament, das in Deutschland legalisiert wurde. Die Ärzte verschreiben es allerdings nur unter ganz bestimmten Umständen. So müssen die Patienten beispielsweise an einer Krebserkrankung oder MS leiden. Dieses Medikament verfügt über sehr viel CBD, enthält aber auch zu gleichen Teilen THC. Sativex verwendet man außerdem bei sehr schweren Formen von Epilepsie. Warum sollte man es denn Patienten verabreichen, wenn THC so schlecht ist?

Haben Sie schon mal vom „Entourageeffekt“ gehört? Sehr wahrscheinlich ist Ihnen dieser Begriff noch nicht begegnet. Er ist aber sehr wichtig, wenn Sie mehr über Cannabinoide erfahren möchten. In einigen Studien wurde der „Entourageeffekt“ nachgewiesen, der auf das Phänomen hinweist, dass Cannabinoide zusammengenommen wirksamer sind.

Beispielsweise untersuchte eine Studie von Ethan Russo die synergistischen Wirkungen von Cannabinoiden, wenn man alle zusammen verwendet. Russo schlussfolgerte, dass dieser Synergismus tatsächlich existiert, was bedeutet, dass THC – neben anderen Cannabinoiden – zusammen mit CBD auch von Nutzen sein könnte. Darüber hinaus müssen Sie sich nicht allzu viele Sorgen über den hohen THC-Wert machen, da einige Studien – wie die von Dalton, Martz, Lemberger, Rodda und Forney – darauf hindeuten, dass CBD die psychoaktiven Wirkungen von THC verringern kann.

Deshalb funktioniert Sativex – Cannabinoide arbeiten miteinander dank des Entourageeffekts im Einklang. Der hohe CBD Gehalt kann den berauschenden THC Gehalt im Medikament ausgleichen. Kurz gesagt, THC ist nicht unbedingt „schlecht“, wenn Sie wissen, wie man es verwendet.

3. Mythos: Wissenschaftler wissen nicht, wie CBD funktioniert

Es stimmt, dass wir nicht alles wissen, was es über CBD oder andere Cannabinoide zu wissen gibt. Wer CBD  näher untersuchen will, braucht Lizenzen, um Cannabis anzubauen und für die Forschung zu verwenden. Diese Genehmigungen sind nicht immer leicht, zu erwerben, und das schreckt einige Wissenschaftler ab. Zum Glück gibt es aber trotzdem Forscher, die sich intensiv mit den Besonderheiten von CBD auseinandersetzen, was bedeutet, dass wir in Zukunft noch viel mehr entdecken.

Inzwischen verfügen wir jedoch über genug Wissen, um zu verstehen, wie CBD funktioniert. Der Körper hat ein sogenanntes Endocannabinoidsystem (ECS), ein Netzwerk, bestehend aus Rezeptoren und Verbindungen, die man als Endocannabinoide bezeichnet. Grundsätzlich produziert der Körper eine eigene Version dieser Verbindungen, die man auch in der Cannabispflanze findet. Wir verwenden sie für eine Vielzahl von Funktionen. Das ECS ist bisher weitgehend unerkundet, aber wir wissen immer noch genug, um zu erfahren, wie CBD funktioniert und welche Auswirkungen es auf den Körper hat.

Was über das ECS bekannt ist

Derzeit sind zwei Hauptrezeptoren bekannt: CB1 und CB2. Während man CB1 Rezeptoren hauptsächlich im zentralen Nervensystem und im Gehirn findet, kann man die CB2 Rezeptoren weitgehend im Immunsystem und im Gewebe finden. CBD scheint vorwiegend mit den CB2 Rezeptoren in Wechselwirkung zu treten, weshalb es einige gesundheitliche Vorteile haben kann.

Das ECS ist weitgehend mit der Aufrechterhaltung der Homöostase beschäftigt, durch welche der Körper die perfekten Bedingungen für unser Überleben sichert. Wenn etwas aus dem Gleichgewicht gerät, stellt unser Körper Endocannabinoide her. So kann er Signale senden und entsprechend das Problem beheben. Die Einnahme von CBD führt im Wesentlichen einige weitere Cannabinoide in das System ein, da diese an die CB2 Rezeptoren binden können und uns dabei helfen, normale Körperfunktionen zu erfüllen.

Mit anderen Worten: Wissenschaftler wissen, wie CBD funktioniert und wir wissen, dass es mit dem Endocannabinoidsystem des Körpers interagiert, um uns gesund zu erhalten.

4. Mythos: CBD kann man nur aus Marihuana gewinnen

Wie bereits erwähnt, stellen CBD und Marihuana keine Synonyme dar. CBD ist eine der vielen Verbindungen, die man in Marihuana finden kann. Es handelt sich hier aber nicht um die einzige Quelle.

Um das zu verstehen, müssen Sie wissen, dass Marihuana nur eine vieler verschiedener Pflanzen der Gattung Cannabis sativa ist. Das andere Mitglied dieser Familie ist Hanf. In Deutschland ist der Besitz von Cannabissamen verboten und Cannabispflanzen darf man selbst auch nicht anbauen. Es ist illegal Marihuana anzubauen (abgesehen von Sondergenehmigungen für die Forschung usw.), aber Hanfpflanzen sind legal, sofern der Erzeuger die offizielle Genehmigung für den Anbau erhalten hat.

Was ist Hanf?

Hanf baut man seit Jahrzehnten an. Es ist eine sehr nützliche Pflanze, da Hanfsamen nicht nur ein nahrhaftes Supernahrungsmittel sind, sondern es auch in sehr rauen Umgebungen wächst und Giftstoffe aus dem Boden aufnehmen kann. Deswegen hatte man sogar vorgeschlagen, Hanf zur Reinigung des Bodens nach der Tschernobyl-Atomkatastrophe zu pflanzen. Darüber hinaus kann man die Pflanzenfasern selbst für den Bau und für Textilien verwenden. Erstaunlich, richtig?

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen Hanf und Marihuana besteht darin, dass Hanf weniger als 0,02 % THC enthält. Dies bedeutet, dass Sie selbst dann, wenn Sie die gesamte Pflanze verzehrt haben, nicht „high“ werden. Aus diesem Grund ist Hanf in Deutschland legal. Er verfügt aber über viel CBD, was bedeutet, dass CBD Hersteller Hanf anbauen und das CBD daraus legal extrahieren können.

CBD kommt also nicht nur aus Marihuana. Wenn Sie Ihr CBD Öl legal von einem seriösen deutschen Verkäufer erwerben, können Sie sich darauf verlassen, dass man Sie nicht mit dem Konsum von Marihuana in Verbindung bringt oder Sie Ärger mit dem Gesetz bekommen – Hanf ist absolut legal.

Was von den CBD Mythen bleibt

Die Hanf- und CBD Industrie sind ziemlich neu und gedeihen in Deutschland gerade erstaunlich gut. CBD Produkte erfreuen sich immer wachsender Beliebtheit und auch die Medien berichten häufig darüber. Dies kann zu Verwirrung und falschen Nachrichten führen, wobei verschiedene Nachrichtenagenturen falsche oder unsichere Informationen verbreiten.

Dieser Trend setzt sich sicherlich noch einige Zeit fort. In diesem Artikel haben wir diese 4 populären Mythen versucht zu widerlegen, um Ihnen hoffentlich dabei zu helfen, sich ein bisschen besser mit der Materie auszukennen. Wann immer Sie Informationen über CBD in den Medien sehen, sollten Sie nie sofort alles glauben, was Sie sehen. Führen Sie online Ihre eigenen Recherchen durch und kaufen Sie keine Propaganda. Lesen Sie immer vertrauenswürdige Artikel und versuchen Sie, einen vorurteilsfreien Ansatz zu finden, der Ihnen die wahren Fakten vermittelt.

  • http://www.who.int/features/qa/cannabidiol/en/