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Der Unterschied zwischen THC Öl und CBD Öl

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Geschrieben von Mark Schneider
Aktualisiert am Januar 30, 2019

Seit fast zwei Jahren ist es in Deutschland möglich, unter bestimmten Voraussetzungen, Cannabis als Arzneimittel
verschrieben zu bekommen. CBD und CBD Öl stufte man bereits seit 2016 als Arzneimittel ein. Einige Fälle zeigten das Potenzial von Medikamenten auf Cannabisbasis auf.

So kristallisierte sich beispielsweise heraus, dass Kinder, die an schweren Formen der Epilepsie leiden, von diesen Medikamentenarten profitieren können. Ein kleiner Junge namens Billy Caldwell erlangte so in England Bekanntheit, als ihm vom britischen Zoll am Flughafen Heathrow sein Cannabisöl weggenommen wurde – seine Mutter versuchte, Cannabisöl aus Kanada mit nach Hause zu bringen, um ihren Sohn zu behandeln.

Was ist THC?

Es gibt viele verschiedene Cannabinoide wie beispielsweise jene, die man in CBD Ölen verwendet. Dies sind die Wirkstoffe in der Cannabispflanze. Hier gehört Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) zum berühmtesten Stoff, weil er die Fähigkeit hat, Menschen „high“ zu machen.

In den 1960er Jahren konnte Dr. Raphael Mechoulam dieses Cannabinoid zum ersten Mal erfolgreich isolieren, wodurch er die Auswirkungen von Cannabis auf den menschlichen Körper untersuchen konnte. Aufgrund dieses Durchbruchs gelang die Entdeckung des Endocannabinoidsystems (ECS), das aus Cannabinoidrezeptoren und Endocannabinoiden besteht – eine Art Cannabinoid, das wir selbst herstellen. Durch die Interaktion mit dem ECS kann THC bestimmte Gefühle und Reaktionen hervorrufen.

Ähnlich wie unsere eigenen Endocannabinoide, kann sich auch THC an unsere Cannabinoidrezeptoren binden. Es hat eine besondere Affinität zu den CB1 Rezeptoren, die hauptsächlich im Gehirn und im zentralen Nervensystem vorkommen. In unserem Körper gibt es ein Endocannabinoid namens Anandamid, das sich sehr ähnlich verhält, und die Wechselwirkung zwischen Anandamid und CB1 ist der Grund, warum der Körper Dopamin und Serotonin freisetzt. Durch das Auslösen der Freisetzung dieser Chemikalien verursacht THC das bekannte „High“.

Da die CB1-Rezeptoren auch im Nervensystem vorhanden sind, kann sich das „High“ auch auf den Körper konzentrieren. Das erklärt, warum sich Cannabiskonsumenten oft euphorisch und trotzdem gleichzeitig entspannt fühlen.

In Deutschland ist Cannabis illegal, da man es als „illegale Droge“ kategorisiert, was vor allem am THC liegt. Beim Konsum von THC sind auch einige Nebenwirkungen zu beachten, darunter sind beispielsweise Angstzustände, Paranoia und Schwindel.

Was ist CBD?

THC ist bei weitem nicht das einzige Cannabinoid in der Pflanze. Tatsächlich gibt es schätzungsweise über 100 Cannabinoide, obwohl viele nur in vernachlässigbaren Mengen vorhanden sind.

THC steht aufgrund seiner psychoaktiven Eigenschaften und seiner Bekanntheit häufiger im Rampenlicht. CBD ist der Cousin von THC und man widmet ihm immer mehr Aufmerksamkeit vor allem, weil CBD Öle immer beliebter werden. Wissenschaftlich nennt man diesen Bestandteil Cannabidiol und er unterscheidet sich überraschend stark von THC.

CBD bindet nicht direkt an unsere Endocannabinoidrezeptoren, sondern beeinflusst das Endocannabinoidsystem viel indirekter. CBD fördert einfach die Bildung weiterer Endocannabinoide, die sich selbst mit den entsprechenden Rezeptoren verbinden. Warum ist das so sinnvoll?

Das ECS ist ein sehr wichtiges biologisches System, da es hilft, eine Vielzahl von Körperfunktionen wie Stimmung, Schlaf, Appetit, Schmerz und mehr zu regulieren. Es hält uns am Leben, indem es die Homöostase im Körper aufrechterhält, was ohne Endocannabinoide nicht möglich ist. Da CBD die Freisetzung von mehr Endocannabinoiden stimuliert, kann es uns dabei helfen, gesund zu bleiben, indem man sicherstellt, dass das ECS in einem Top-Zustand ist und reibungslos funktioniert.

Aus diesem Grund verwenden viele Deutsche CBD als Nahrungsergänzungsmittel. Das ist auch nicht wirklich verwunderlich, da es eine gesunde Substanz ist. Darüber hinaus hat CBD nur sehr wenige Nebenwirkungen und keine davon ist wirklich schwerwiegend. Zu den Nebenwirkungen zählen zum Beispiel ein trockener Mund, Schläfrigkeit und Übelkeit. Die meisten davon sind jedoch Reaktionen auf CBD und man kann sie schnell beheben.

CBD Öl vs. THC Öl

Cannabinoide kann man aus der Cannabispflanze gewinnen und sie als Isolatprodukte verkaufen. So können die Menschen die gesundheitlichen Vorteile verschiedener Cannabinoide nutzen. In letzter Zeit ist diese Praxis immer populärer geworden. Viele CBD Marken stehen inzwischen in den Regalen und warten darauf, dass man sie kauft.

Meistens sind die extrahierten Cannabinoide in einem neutralen Öl wie MCT Öl oder Kokosnussöl suspendiert. Diese Mischung bezeichnet man als CBD Öl oder Cannabisöl.

Möglicherweise haben Sie jedoch auch schon den Begriff „THC Öl“ im Internet gesehen. Sind CBD Öl und THC Öl nun dasselbe? Nun, das sind sie nicht, denn CBD Öle enthalten in der Regel wenig oder überhaupt kein THC, wohingegen THC Öle entsprechend tatsächlich höhere THC Gehalte aufweisen.

Beim Einsatz medizinischer Produkte auf Marihuanabasis, sind hier einige Punkte zu beachten. Möchten Sie beispielsweise ein CBD Öl oder ein THC-Öl? Bevor wir uns mit den rechtlichen Fragen befassen, sollten Sie beachten, dass THC Produkte in Deutschland nur mit ärztlichem Rezept erhältlich sind.

Sativex ist derzeit eines der legal lizenzierten Medikamente, das sowohl CBD als auch THC enthält. In sehr schweren Fällen verwendte man es zur Behandlung von Epilepsie. Es hat gezeigt, dass THC die Häufigkeit und Intensität von Anfällen zu reduzieren scheint. CBD hingegen kann die psychoaktiven Wirkungen von THC möglicherweise ausgleichen. Denken Sie daran, dass es in der BRD derzeit nur wirklich wenig zugelassene Medikamente gibt, die THC enthalten. Alles andere ist mehr oder weniger illegal!

Ist es legal, CBD oder THC Öl zu kaufen?

In Deutschland sind die Gesetze rund um Cannabinoide kompliziert. Gemäß der definierten Richtlinien ist CBD ein Arzneimittel und daher lässt man es nur zu und reguliert es, wenn es in anderen Arzneimitteln enthalten ist. Man verkauft es als Nahrungsergänzungsmittel, um den Menschen einen gesunden Lebensstil zu ermöglichen. Letzteres befindet sich in einer riesigen Grauzone.

Als Verbraucher müssen Sie sich nur darum kümmern, ob das Produkt THC enthält. Marihuana ist in Deutschland strengstens, mit der Ausnahme als verschreibungspflichtiges Medikament, verboten. Daher kann man keine CBD Produkte wie CBD Öle daraus gewinnen. Es gibt jedoch tatsächlich eine andere Sorte Cannabis, von der Sie vielleicht gehört haben: Hanf. Definitionsgemäß enthält Hanf weniger als 0,2 % THC. Diese Menge ist bei weitem nicht sonderlich hoch. Deshalb darf man in Deutschland Hanf mit einer Genehmigung anbauen.

Grundsätzlich müssen CBD Produkte aus Hanf stammen, damit man sie in Deutschland legal verkaufen kann. Das liegt daran, dass das Endprodukt nicht psychoaktiv sein darf. Einige Unternehmen verkaufen Produkte, die ausdrücklich angeben, dass sie 0 % THC enthalten, während andere minimale Mengen beinhalten. Allerdings ist es weiterhin legal, ein CBD Produkt zu kaufen, das THC beinhaltet, sofern es maximal 0,2 % enthält.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass CBD Öl legal in Deutschland ist, sofern es weniger als 0,2 % THC enthält. THC Öle oder Cannabis Öle (wie sie manchmal genannt werden) sind jedoch illegal, da sie große Mengen einer in Deutschland illegalen Substanz – nämlich THC – enthalten.

THC Öl und CBD Öl sind gar nicht so verschieden

Der einzige wirkliche Unterschied zwischen THC Öl und CBD Öl besteht in der Menge der darin enthaltenen Cannabinoide. THC Öle aus Cannabis können Sie nur in anderen Ländern finden, in denen die Marihuanagesetze etwas lockerer sind. Es ist aber nicht legal, sie in Deutschland zu besitzen oder zu verwenden. Daher ist Vorsicht geboten!

Sie sollten CBD Öle nur von einer seriösen Quelle kaufen. Diese stellen Laborberichte von Drittanbietern zur Verfügung, mit denen können Sie überprüfen, ob die von Ihnen erworbenen Produkte tatsächlich weniger als 0,2 % THC enthalten.