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Die CO2 Extraktion vollständig erklärt

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Geschrieben von Jana Delzer
Aktualisiert am Juli 3, 2019

Wie Sie wahrscheinlich bereits wissen, ist Cannabidiol (CBD) eine der bekanntesten Verbindungen der Cannabispflanze. Im Laufe der Jahre haben Wissenschaftler viele verschiedene Cannabinoide entdeckt und erforscht. Alle haben gewisse Auswirkungen auf den menschlichen Körper. In der Tat ist die Forschung im vollen Gange. CBD ist eines der am besten erforschten Cannabinoide. Es befindet sich weltweit auch auf den Mainstream-Märkten zum Verkauf. Häufig gewinnt man es durch die CO2 Extraktion. 

Aufgrund der rasant wachsenden Popularität tauchen immer mehr Fragen zu CBD auf. So fragen sich die Menschen zum Beispiel: Was ist CBD und wie kann man CBD extrahieren? Noch wichtiger ist hierbei, wie dies geschieht, ohne, dass man auch illegale Substanzen wie das THC zusammen mit dem CBD gewinnt. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Gewinnung von CBD mithilfe des CO2 Extraktionsverfahrens wissen müssen.

Was ist die CO2 Extraktion?

Bei der CO2 Extraktion verwendet man unter Druck stehendes Kohlendioxid. So kann man die gewünschten sekundären Pflanzenstoffe wie Hanf aus einer Pflanze extrahieren. CO2 kann unter bestimmtem Druck und gewisser Temperatur wie ein Lösungsmittel wirken. Im Gegensatz zum Lösungsmittel birgt es jedoch keine Gefahren. Es ist zwar die teuerste Methode zur CBD Öl Gewinnung, aber im Allgemeinen sieht man sie als die sicherste und effektivste Möglichkeit an.

Die CO2 Extraktion ist die Standard-Extraktionsmethode der Lebensmittel- und Kräuterergänzungsindustrie. CO2 findet sich häufig auch als Lebensmittelzusatzstoff. Man verwendet es auch oft zur Herstellung von kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken. Andere Einsatzgebiete sind als Extraktionslösungsmittel bei der Produktion von ätherischen Ölen sowie zur Entfernung von Koffein aus Kaffeebohnen bei der Herstellung von entkoffeiniertem Kaffee.

Man betrachtet CO2 als „durchstimmbares Lösungsmittel“, wodurch es äußerst vielseitig ist. Kontrolliert man Temperatur und Druck, kann man mit CO2 eine breite Palette von Endprodukten erzeugen. In der Welt des Cannabis kann man durch das CO2 Verfahren alle essentiellen Cannabinoide, Wachse und Terpene aus dem Pflanzenmaterial entfernen.

Die CO2-Extraktion ist in drei Kategorien unterteilt: überkritisch, unterkritisch und „mittelkritisch“ – ein allgemeiner Bereich, der zwischen den beiden anderen liegt.  Die „überkritische“ Form verwendet man am häufigsten als Extraktionsmethode. Das liegt daran, dass sie als am sichersten gilt und das reinste Endprodukt liefert.

Warum verwendet man die CO2 Extraktion?

Der Hauptgrund für die Verwendung des CO2 Extraktionsverfahrens liegt darin, dass es als die sicherste und sauberste Methode zur Extraktion von Pflanzen gilt. Dazu gehören Cannabis, Hopfen, eine Vielzahl von Bio-Pflanzen und Nutrazeutika gilt. Die Fähigkeit der CO2 Gewinnung, den Extraktionsprozess mithilfe von Temperatur und Druck abzustimmen, kann man nicht genug hervorheben. Das gilt insbesondere dann, wenn man ein System verwendet, das die Bestandteile während einer Extraktion abtrennt.

Darüber hinaus ist CO2 ein Desinfektionsmittel. Das bedeutet, dass es die Haltbarkeit unter Verwendung der richtigen Umgebung und des richtigen Systems verlängert.

Hier einige weitere Vorteile der CO2 Extraktion:

  • Effizienz: Dieses Verfahren sorgt für höhere Ausbeuten, minimale Extraktionszeiten und einen geringen Energie- / Wartungsverbrauch. Es steigert die Kosteneffizienz durch medizinische Innovationen.
  • Reinheit: Im Moment atmen Sie CO2 aus. Verdampftes CO2, das aus dem SFE-CO2-Prozess stammt, hinterlässt praktisch kein Lösungsmittel mehr. Niedrige Temperaturen tragen dazu bei, ideale organische Zustände zu erhalten.
  • Vielseitigkeit: Die CO2 Extraktion ermöglicht es Ihnen, die gewünschten Komponenten für die Extraktion aus dem Pflanzenmaterial mit einem Lösungsmittel zu bestimmen, das in einem System, das Geschwindigkeit, Qualität und Produktentwicklungsmöglichkeiten optimiert, „einstellbar“ ist.

Kohlendioxid befindet sich von Natur aus im atmosphärischen Druck und der Temperatur. Es hat einen gasförmigen Zustand. Man muss CO2 gefrieren lassen, zu einer Flüssigkeit komprimieren und dann noch weiter transportieren, damit es seinen überkritischen Punkt erreicht. Bietet man kontrollierte Bedingungen, kann man den überkritischen CO2 Prozess verwenden, um Substanzen in „Teile“ aufzulösen, die man dann entfernen kann.

Es gibt einige Gründe, warum CO2 besonders nützlich ist, wenn es um botanische Extraktionen geht, insbesondere um Cannabis:

  • Man stuft CO2 als natürlich vorkommende Verbindung ein. Es existiert überall um uns herum und der menschliche Körper produziert es ebenfalls.
  • Unter den unpolaren Lösungsmitteln gehört CO2 zu den sichersten. Die FDA hat es sogar als „sicher“ für den Gebrauch von industriellen Extraktionen eingestuft. Es ist also weniger umstritten als Kohlenwasserstoffe auf Erdölbasis wie Propan oder Butan.
  • Um die Bedingungen zu erreichen, die es ermöglichen, dass CO2 von einem flüssigen Zustand in einen überkritischen Zustand übergeht, muss man 30 °C nicht überschreiten. Dies bedeutet, dass das Risiko einer Gefährdung der in Cannabis enthaltenen natürlich flüchtigen Verbindungen geringer ist.
  • Eine weitere einzigartige Eigenschaft von CO2 ist, dass sich seine Löslichkeit mit dem Druck ändert. Dies ermöglicht die Fraktionierung der vielen verschiedenen Arten von Biomolekülen, die in Cannabissorten vorkommen. Daher kann man die CO2 Gewinnung verwenden, um viele verschiedene Cannabinoide wie CBG, CBD, THCA und THCV sowie Terpene und andere Verbindungen aus der Pflanze zu extrahieren.

Ausrüstung und Verfahren zur CO2 Extraktion

Die CO2 Extraktion ist eine Methode, welche viel Fachwissen und Ausrüstung erfordert. Sie funktioniert mit einem geschlossenen Regelkreis. Das bedeutet, dass der Prozess in einem hermetisch abgeriegelten Kreislauf abläuft. Zunächst muss man das CO2 auf -56 °C abkühlen. Gleichzeitig erhöht man den Druck auf 517106 Pascal. Dies versetzt das CO2 in einen „überkritischen“ Zustand. So verwischen die Grenzen zwischen der gasförmigen oder flüssigen Form und der Stoff kann gleichzeitig beides sein.

In diesem Zustand verhält sich das CO2 ein bisschen wie ein Lösungsmittel. Man leitet es dann durch eine Kammer, die das Pflanzenmaterial enthält. Während es immer noch die Dichte einer Flüssigkeit hat, kann es die gesamte Kammer wie ein Gas füllen. Dies ist perfekt, da es zu keiner Beschädigung oder Denaturierung führt.

Das CO2 zieht die Terpene und Cannabinoide aus der Pflanze. Man leitet dann alles in einen Separator, der es in verschiedene Teile zerlegt. Die extrahierten Verbindungen leitet man dann in einem Sammelbehälter. Währenddessen leitet man das CO2 durch einen Kondensator und so setzt man es in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Hier recycelt man es und kann es danach wiederverwenden.

Das Verfahren zur unterkritischen CO2 Gewinnung ist sehr ähnlich. Es erfordert jedoch einen geringeren Druck und ist daher kostengünstiger. Die Fertigstellung dauert jedoch länger und führt zu einer geringeren Ausbeute.

Durch die CO2 Extraktion entstehen hochwertige und sichere CBD Produkte, weshalb viele caUnternehmen diese Technik bevorzugen. Die technischen Fähigkeiten und die damit verbundenen Kosten treiben häufig den Preis der Produkte in die Höhe, aber in der Regel ist es die Qualität wert.

Letzte Gedanken zur CO2 Extraktion

Die Hauptsache, die Cannabiskonsumenten bei der CO2 Extraktion aus diesem Artikel mitnehmen sollten, ist, dass durch überkritische Extraktion Cannabiskonzentrate sicherere und insgesamt ansprechendere Produkte enstehen. Im Wesentlichen sorgt die überkritische CO2 Extraktion für eine sauberere Produktion von Endprodukten. Diese enthalten außerdem eine deutlich geringere Toxizität. Insgesamt sind sie auch aromatischer als die Butan-Hasch-Öl-Produkte.

Wenn Sie ein Produkt kaufen, sollten Sie die Extraktionsmethode so genau wie möglich untersuchen. Schließlich wollen die meisten von uns wissen, was wir in unseren Körper stecken.