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CBD gegen Reizdarm – alles, was Sie wissen sollten!

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Geschrieben von Jana Delzer
Aktualisiert am August 20, 2019

Cannabidiol (CBD) ist eine unglaubliche Verbindung. Man geht inzwischen davon aus, dass sie alles lindert, angefangen bei chronischen Schmerzen bis hin zu Angstzuständen. Falls Sie sich jemals gefragt haben, ob CBD gegen Reizdarmsyndrom eine echte, praktikable Behandlungsoption sein könnte, lautet die Antwort, sehr wahrscheinlich „ja“.

Das Reizdarmsyndrom (engl. Inflammatory bowel syndrome oder auch IBS / dt. RDS) ist eine Erkrankung, von der Sie wahrscheinlich schon gehört haben. Es handelt sich um eine Darmerkrankung, von der in Deutschland bis zu 13 Millionen Menschen betroffen sein sollen. Das RDS ist eine längerfristige Erkrankung, die zu Bauchschmerzen, unregelmäßigen Darmgewohnheiten, Blähungen und Entzündungen führt.

In diesem Artikel untersuchen wir, wie CBD bei der Behandlung dieser kräftezehrenden Erkrankung helfen kann. Aus klinischer Sicht ist nicht viel über CBD gegen Reizdarm bekannt. Heute gehen wir aber darauf ein, wie – und warum – es funktionieren könnte, was die medizinische Forschung sagt und wie man CBD einsetzt, wenn Sie es noch nie zuvor ausprobiert haben sollten.

CBD gegen Reizdarm: Was versteht man unter der Erkrankung

Das Reizdarmsyndrom ist eine häufige Erkrankung, die den Dickdarm betrifft. Anzeichen und Symptome sind Blähungen, Blähbauch, Bauchschmerzen, Durchfall, Verstopfung und Krämpfe. Das RDS stuft man als chronische Erkrankung ein, die man langfristig behandeln muss.

In etwa 13 Millionen Deutsche sind vom Reizdarm betroffen. Am wahrscheinlichsten erkranken Menschen im späten Teenageralter bis in den frühen 40. Das RDS ist nicht lebensbedrohlich und nur eine kleine Anzahl von Menschen leidet an schweren Anzeichen und Symptomen. Auch steigt die Wahrscheinlichkeit nicht, dass Sie andere Dickdarmleiden wie Morbus Crohn, Dickdarmkrebs oder Colitis ulcerosa entwickeln. Es kann sich jedoch um einen lang anhaltenden Zustand handeln, der Ihr Leben verändert.

Diejenigen, die am Reizdarmsyndrom leiden, können mitunter öfter in der Schule oder auf Arbeit fehlen und manchmal ihren täglichen Aktivitäten nicht nachgehen. Einige Menschen müssen möglicherweise drastische Maßnahmen ergreifen, z. B. eine Änderung ihrer Arbeitsstelle, Arbeitszeiten, Arbeit von zu Hause aus oder gar keine Arbeit.

Was ist ein Reizdarm?

Das Reizdarmsyndrom unterteilt sich in die folgenden zwei Hauptgruppen: RDS mit Durchfall (RDS-D) und RDS mit Verstopfung (RDS-O). Einige Menschen können ein abwechselndes Muster von Durchfall und Verstopfung haben (bekannt als gemischtes IBS (IBS-M)). Andere Menschen hingegen passen in keine dieser Kategorien (man bezeichnet sie als „unsubtypisiertes“ RDS oder RDS-M).

Es sind zwar mehrere Ursachen für Reizdarm Symptome bekannt. Es gibt allerdings nicht den einen Grund, der die Krankheit auslöst. Studien haben gezeigt, dass der Dickdarm überempfindlich wird und entsprechend auf leichte Stimulation überreagiert. Anstatt langsame, rhythmische Muskelbewegungen zu machen, verkrampfen die Darmmuskeln. Dies kann zu Verstopfung oder Durchfall führen.

Einige Menschen glauben, dass das RDS auftritt, wenn sich die Muskeln im Darm nicht wie gewünscht zusammendrücken, was die Stuhlbewegung beeinträchtigt. Studien scheinen dies jedoch nicht zu belegen. Eine andere Theorie besagt, dass es sich um die chemische Zusammensetzung des Körpers handeln könnte, zu der zum Beispiel Gastrin und Serotonin gehören, welche die Nervensignale zwischen Verdauungstrakt und Gehirn steuern.

Unabhängig von der Ursache bleibt jedoch die Tatsache bestehen, dass dies ein frustrierender Zustand ist, der Ihre Lebensqualität beeinträchtigen kann. Es gibt keine einzelne Behandlungsoption, die bei Reizdarmsyndrom für alle geeignet ist. CBD kann jedoch bei der Behandlung verschiedenen Symptome, die mit dem Reizdarmsyndrom verbunden sind, sehr wirksam sein. Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.

Wie und warum CBD gegen Reizdarm helfen könnte

Das Reizdarmsyndrom ist schwer zu behandeln. Mediziner haben festgestellt, dass CBD gegen Reizdarm eine Option sein könnte, wenn Standardbehandlungen wie Ernährungsumstellung, Probiotika und Stressreduzierung die Symptome nicht lindern konnten.

CBD ist in der Lage, verschiedene physiologische Funktionen über das Endocannabinoidsystem (ECS) zu regulieren. Die wichtigste Funktion gegen das Reizdarmsyndrom besteht darin, dass es als entzündungshemmendes Mittel wirkt, indem es die Zytokinkaskade moduliert. CBD ist eine interessante Verbindung, da es in der Lage ist, reaktive Gliose im ECS zu vermitteln, ohne unerwünschte psychoaktive Wirkungen zu haben.

Einer Untersuchung zufolge könnte die Regulation des ECS im Darm durch Cannabinoide wie CBD ein nützliches therapeutisches Ziel für einige Magen-Darm-Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom darstellen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie CBD gegen RDS helfen kann:

Appetitanregung

Das RDS ist insofern besonders schlimm, als es Ihren Appetit beeinträchtigt. Das ist möglich, weil es Ihnen das Gefühl vermittelt, dass Ihnen schlecht sei. Dies führt häufig dazu, dass Patienten für einen bestimmten Zeitraum aufhören zu essen. Wenn sie wieder Appetit bekommen, essen sie häufig zu viel. In dem Moment, in dem sie zu viel essen, flackert das Reizdarmsyndrom wieder auf.

Es ist ein Teufelskreis, in dem viele Menschen stecken bleiben und es nicht schaffen, ihn zu verlassen. Sie können zwar versuchen, die Auswirkungen durch den Einsatz von rezeptfreien Medikamenten zu mildern, in der Realität sind sie jedoch in der Regel unwirksam. Genau hier kommt CBD gegen Reizdarm ins Spiel.

In klinischen Studien, welche die CBD Wirkungen gegen das Reizdarmsyndrom in Verbindung bringen, hat sich gezeigt, dass die natürliche Cannabisverbindung bei der Unterdrückung von Übelkeit und der Förderung eines gesunden Appetits sehr wirksam ist. Dies kann es zu einer sehr wertvollen Behandlung im Kampf gegen das Reizdarmsyndrom und die damit verbundenen Symptome machen.

Reduzierte Darmentzündung

Wie sich herausstellt, kann man die Darmentzündung durch zwei wichtige Prozesse regulieren. Der erste löst eine Immunantwort im Darm aus, um alle schädlichen Krankheitserreger zu zerstören. Obwohl dieser Prozess wichtig ist, kann er die Darmschleimhaut beschädigen.

Der zweite Prozess schaltet das Immunsystem durch spezielle Moleküle, die sich über das Darmepithel bewegen, aus. Diese Reaktion verwendet ein natürlich hergestelltes Molekül, das als Endocannabinoid bekannt ist.

Wenn Patienten, die RDS haben CBD verwenden, lindern die Endocannabinoide die Darmentzündungen. Cannabis hat im Allgemeinen eine sehr ähnliche Wirkung. Der einzige Unterschied zu CBD besteht darin, dass es kein THC enthält und somit keine psychoaktiven Wirkungen auslöst.

Hilft Schmerzen zu regulieren

Das Reizdarmsyndrom ist ein sehr unangenehmer Zustand. Es ist oft mit Schmerzen verbunden. Deswegen ist es sehr hilfreich, wenn sie wissen, dass Sie ein zuverlässiges Schmerzmittel haben, das Sie bei Bedarf anwenden können. CBD ist bekannt für seine schmerzlindernden Fähigkeiten, die sich auch Patienten anderer Krankheiten zunutze machen. Es lindert nicht nur Übelkeit, sondern auch unangenehme Schwellungen und Entzündungen.

Durch die Verringerung dieser Symptome können Betroffene ihr normales Leben zurückerhalten, da sie wissen, dass sie etwas dagegen tun können, wenn der Schmerz aufflammt. Wenn sie sich unwohl fühlen, können sie also etwas dagegen machen.

Medizinische Erkenntnisse: Klinische Auswirkungen von CBD bei RDS

Im Moment gibt es noch nicht so viele medizinische Studien zu CBD gegen Reizdarm. Jene, die es aber gibt, zeigen vielversprechende Ergebnisse.

Eine Untersuchung des Neurologen Ethan Russo aus dem Jahr 2008 ergab, dass eine mögliche Ursache für RDS ein Endocannabinoid-Mangel ist. Endocannabinoide sind natürliche Cannabinoide, die im Körper vorkommen und durch biologische Prozesse hergestellt werden. Diese Überprüfung bildet eine solide Grundlage für die Idee, dass CBD dazu beitragen könnte, die Symptome von RDS zu lindern.

Im Jahr 2016 hat das British Journal of Pharmacology gezeigt, dass CBD tatsächlich einen positiven Effekt auf die Reizdarmsyndrom Symptome hat. Nach der Verabreichung interagiert das CBD mit den CB2 Rezeptoren, die sich im menschlichen Verdauungstrakt befinden. So kann es eine Reihe von Vorteilen bieten. CBD hilft, Krämpfe entlang des Verdauungstrakts zu lindern, und es führt zu einer verbesserten Darmmotilität. Dies bedeutet, dass im Darm weniger spontane Bewegungen stattfinden.

Letztendlich scheint CBD nur den eigenen Körper zu stimulieren, um die Symptome zu lindern.

Medizinische Vorteile der Verwendung von CBD gegen Reizdarm

Trotz all der Forschungen über das Reizdarmsyndrom und den vielen Menschen, die an der Krankheit leiden, können sich die Wissenschaftler auf keine Ursache der Krankheit einigen. In manchen Fällen kann es vollständig an der Ernährung liegen und in anderen Fällen stressbedingt sein. In den meisten Fällen handelt es sich jedoch um eine Kombination aus beiden Dingen.

Obwohl sich niemand auf einen einzigen Grund einigen kann, sind die Reizdarmsyndrom Symptome bei allen ziemlich gleich. Verstopfung, Durchfall und Blähungen – dies sind die Symptome, welche die meisten Probleme für Menschen verursachen, die am RDS leiden.

Entscheiden sich die Patienten jedoch für CBD zur Behandlung ihres RDS, hat man etwas Faszinierendes beobachtet. Das CBD interagiert mit den Cannabinoidrezeptoren im Magen-Darm-Trakt, und dies hilft, das eigentliche Gewebe, das sich dort befindet, zu entspannen. Als Folge erleben die Konsumenten weitaus weniger krampfhafte Episoden und viel weniger Beschwerden.

Wie verwendet man CBD gegen Reizdarm

Niemand, nicht einmal ein Arzt, kann Ihnen wirklich spezifische Ratschläge zur Anwendung von CBD gegen bestimmten Erkrankungen, einschließlich dem RDS, geben.

Ganz abgesehen davon, ist es sehr schwierig die passende CBD Dosierung zu bestimmen, da jede Person anders ist. Die erforderliche Dosierung kann von Person zu Person variieren. Das ist abhängig von zahlreichen Faktoren wie dem Gewicht oder Stoffwechsel und davon, wie empfänglich jeder Einzelne für Medikamente ist. Glücklicherweise ist das Verfahren zum Finden einer minimalen wirksamen Dosis von CBD für jeden Zustand sehr einfach.

Der Schlüssel zum Ermitteln der besten CBD Dosierung liegt in der Verwendung eines Verfahrens, das man häufig als „schrittweise Dosierung“ bezeichnet. Bei diesem Verfahren legen Sie zunächst eine Basisdosis fest. Sie können die Dosis dann schrittweise über einen festgelegten Zeitraum anpassen – in der Regel 3 Tage – bis Sie die richtige Dosierung gefunden haben.

Die Idee ist es, langsam anzufangen. Viele Menschen berichten von guten Ergebnissen mit einer niedrigen CBD Dosierung. Aus diesem Grund empfiehlt man, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese langsam zu erhöhen, bis Sie die gewünschten Effekte erzielen. Es ist eine gute Idee, zwei- oder dreimal täglich mit 2,5 mg CBD zu beginnen. Mit anderen Worten, zwischen 6 und 10 mg insgesamt pro Tag. Bleiben Sie bei dieser Dosierung für 7 Tage und erhöhen Sie sie bei Bedarf alle drei Tage um 1 – 2 mg, bis Sie die gewünschte Wirkung erfahren.

Wie Sie höchstwahrscheinlich bereits wissen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, CBD zu konsumieren. In Sachen RDS, ist es am besten, wenn Sie es mit sublingualem Öl oder CBD-Kapseln einnehmen oder vapen. Letztendlich kommt es auf die persönlichen Vorlieben an und auf die Methode, mit der Sie sich besser auskennen.

Letzte Gedanken zu CBD gegen Reizdarm

Wenn es um das RDS geht, haben Patienten seit einigen Jahren Probleme damit, eine einzige und zuverlässige Lösung zu finden. Es dauert wahrscheinlich noch einige Zeit, bis man generell Abhilfe findet. Das liegt vor allem daran, dass das Reizdarmsyndrom viele verschiedene Formen annehmen kann und seine Ursachen so vielfältig sind. Die Auswirkungen von CBD auf das Reizdarmsyndrom sind jedoch weitgehend dokumentiert und nahezu durchweg positiv. Wer weiß, vielleicht führt man eines Tages CBD als eine wirksame Behandlungsoption für IBS auf.