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CBD bei Prostataproblemen: Anwendung, Studien und Dosierung

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Geschrieben von Nathalie Müller
Aktualisiert am September 26, 2019

Lange bevor Wissenschaftler die Herstellung von synthetischen Medikamenten lernten, vertrauten die Menschen auf natürliche Verbindungen, die man aus Pflanzen gewann. Die Verwendung von CBD Öl bei Prostataproblemen ist natürlich eine sehr neue Behandlungsmethode. Zunehmend finden sich aber auch Produkte auf natürlicher Basis als „Nahrungsergänzungsmittel“ für die Verwendung in verschiedenen Formen der Alternativ- oder Komplementärmedizin.

Während es nur wenige wissenschaftliche Studien gibt, die den Nutzen von Arzneimitteln auf pflanzlicher Basis belegen, machen sich bestimmte Wirkstoffe einen Namen. Einer davon ist natürlich CBD.

Es gibt immer noch viele Kontroversen in Sachen medizinisches Marihuana. Natürlich gilt das auch für das Cannabinoid CBD. Dies ist jedoch eine natürliche Verbindung, die sich bei der Behandlung verschiedener Erkrankungen, einschließlich Prostataproblemen, als sehr wirksam erweist. Prostataprobleme sind ein weit gefasster Begriff, auf den wir im Folgenden näher eingehen. Unter diesem Begriff kann man vieles verstehen, angefangen bei einer vergrößerten Prostata bis zu einer bakteriellen Infektion oder sogar Prostatakrebs.

In diesem Artikel untersuchen wir genauer, wie man CBD bei der Behandlung von Prostataproblemen einsetzen kann.

Prostataprobleme und CBD

Die Prostata ist eine Drüse, die Teil des männlichen Fortpflanzungssystems ist. Sie befindet sich um die Harnröhre, nahe der Blase. Die Drüse hat die Größe einer Walnuss und wächst mit zunehmendem Alter. Für eine so kleine Drüse scheint die Prostata allerdings trotzdem sehr wichtig zu sein. Alle Männer haben das Risiko, im Laufe ihres Lebens Prostataprobleme zu bekommen. Der Grund dafür ist allein die Tatsache, dass alle Männer eine Prostata haben.

Was sind Prostataprobleme?

Häufige Probleme mit der Prostata bei Männern sind: akute und chronische bakterielle Prostatitis, benigne Prostatahyperplasie (BPH) und chronische Prostatitis (nicht bakteriell). Prostatakrebs tritt häufig bei Männern auf, die älter als 50 Jahre sind. Besonders betroffen sind aber afroamerikanische Männer oder Männer, die fettreichere Lebensmittel zu sich nehmen, und / oder jene, die einen Vater oder Bruder mit Prostatakrebs haben.

Unter einer benignen Prostatahyperplasie (BPH) versteht man, dass die Prostata zwar vergrößert ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass es sich auch um Krebs handelt. Häufig ist dies bei älteren Männern der Fall. Die Vergrößerung der Prostata kann einige der folgenden Symptome verursachen; Tröpfeln von Urin, Sperma oder Blut im Urin, Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen, häufige Schmerzen oder Steifheit in den Hüften, im unteren Rücken, im Rektal- oder Beckenbereich oder in den Oberschenkeln sowie häufiges Wasserlassen oder schmerzhafte Ejakulation.

Die akute bakterielle Prostatitis beginnt normalerweise plötzlich und entsteht aufgrund einer bakteriellen Infektion. Betroffene erleben mitunter Schüttelfrost, Fieber oder Schmerzen. Eine chronische bakterielle Prostatitis ist eine Infektion, die immer wieder auftritt. Es handelt sich zwar um ein seltenes Problem, dafür ist es aber schwer zu behandeln. Die chronische Prostatitis ist auch als chronisches Beckenschmerzsyndrom (CPPS) bekannt und ein häufiges Problem der Prostata.

Um die Ursache von Prostataproblemen herauszufinden, führt der behandelnde Arzt normalerweise eine rektale Untersuchung durch. Außerdem erstellt er eine Anamnese und untersucht Bakterienkulturen, wenn er den Verdacht auf eine Infektion hat, und Krebs ausschließen möchte. Erste Tests und Verfahren zur Diagnose von Prostatakrebs können Folgendes umfassen: eine rektale Untersuchung, Ultraschalluntersuchung oder Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA). Prostatakrebs kann man mittels einer Gewebebiopsie definitiv diagnostiziert beziehungsweise ausschließen.

CBD für die Prostata: Wie und warum kann es helfen?

Prostatitis und Krebs sind nur zwei der Probleme der Prostata. Man nimmt an, dass CBD das Potenzial für eine Behandlung vielerlei Probleme hat. Bevor wir uns diese einzeln ansehen, wollen wir noch darauf eingehen, wie Cannabinoide im Allgemeinen und wie CBD speziell im Körper wirken.

Wie andere chemische Stoffe auch, müssen sich Cannabinoide an Zellen binden, bevor sie das Verhalten dieser Zellen beeinflussen können. Die Zellrezeptoren, welche an Cannabinoide binden, lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Sie heißen CB1 und CB2 Rezeptoren. CB1 Rezeptoren konzentrieren sich vor allem im Gehirn. Sie sind es, die für die mit Marihuana verbundenen psychoaktiven Wirkungen verantwortlich sind. Die CB2 Rezeptoren fand man zuerst in den Zellen der blutbildenden Organe und des Immunsystems. Neuere Forschungsarbeiten zeigen aber, dass sie sich auch in vielen anderen Geweben befinden.

Wie viele andere Gewebearten enthalten normale Prostatazellen sowohl CB1 als auch CB2 Rezeptoren. Prostatakrebszellen verfügen jedoch über einen Überschuss an diesen Rezeptoren. Entsprechend sind sie ein interessantes Ziel für die Forschung. Dies bedeutet, dass sie eine größere Übereinstimmung mit Cannabinoiden (wie CBD) haben als normale Zellen. Laboruntersuchungen an Cannabinoiden haben gezeigt, dass diese Zellen eine bestimmte Reaktion zeigen.

Die Zellen reagieren wie folgt:

  • Im Allgemeinen sind die Zellen weniger lebensfähig und anfälliger für Apoptose (programmierter Zelltod)
  • Die Androgenrezeptoraktivität, die auf der Oberfläche von Krebszellen auftritt, ist verringert (Prostatakrebs scheint durch Androgene angetrieben zu werden).
  • CBD und THC hemmen im Übrigen die Bildung von Tumorblutgefäßen, welche Prostatakrebstumoren benötigen, um sich selbst zu ernähren.

Wir können uns auch ansehen, wie CBD bei der Behandlung von Prostatitis hilft. Die häufigste Art der Prostatitis ist nicht bakteriell. Typische Behandlungen umfassen Muskelrelaxantien oder entzündungshemmende Medikamente, das Erlernen der Entspannung beim Wasserlassen, das Einnehmen heißer Bäder und das Trinken zusätzlicher Flüssigkeiten.

Die Prostatitis ist oft eine schmerzhafte Erkrankung, die sehr schwer erträglich sein kann und sich sowohl auf Ihr Privat- als auch auf Ihr Berufsleben auswirkt. Viele Menschen wenden sich dann an Opioid-Schmerzmittel, um ihre Schmerzen zu lindern und unter Kontrolle zu halten. Opioide sind jedoch mit einigen negativen Nebenwirkungen verbunden. Eine der häufigsten ist die Blutdrucksenkung, welche die Gesundheit schädigen kann.

CBD ist für seine schmerzlindernde Wirkung bekannt und beeinflusst den Blutdruck nicht. Darüber hinaus gibt es auch viel Lob für die entzündungshemmende Wirkung von CBD. Man nimmt an, dass CBD die Entzündung des Gewebes aufgrund des Vorhandenseins der Verbindung β-Caryophyllen verringert. Es hat sich in klinischen Studien als hervorragendes entzündungshemmendes Medikament erwiesen, das nicht die gleichen Risiken birgt, die mit NSAIDs verbunden sind.

CBD ist eine natürliche und gesündere Alternative zu verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln. Nicht zuletzt kann es bei Schmerzen, die häufig bei Prostataproblemen wie Prostatitis auftreten, sehr wirksam sein.

Medizinische Erkenntnisse: Cannabinoide und Prostataprobleme

Die Erforschung von CBD gegen Prostataprobleme ist zu diesem Zeitpunkt sehr begrenzt. Man hat jedoch einige Studien durchgeführt, die auf einige sehr interessante Ergebnisse hinweisen. Eine solche Studie führte im Jahr 2009 ein Forscherteam der Universität Alcalá in Spanien durch. Anschließend veröffentlichte man sie im British Journal of Cancer.

Die Forscher untersuchten drei verschiedene Gruppen von menschlichen Prostatakrebszellen. Sie züchteten die Zellen in ihrem Labor und gaben dann zwei Cannabinoide hinzu, von denen eines ein starker CB2 Stimulator war. Eine Reihe von Experimenten ergab, dass die cannabinoid-induzierte Aktivierung dieser CB2 Rezeptoren das Wachstum aller drei Arten menschlicher Prostatakrebszellen verlangsamt. Darüber hinaus waren Cannabinoide, die auf CB2 Rezeptoren abzielen, in der Lage, Prostatakrebszellen abzutöten, weil sie die Apoptose auslösten. Es handelt sich hierbei um einen grundlegenden biologischen Prozess, der am besten als programmierter Zelltod durch Selbstmord erklärt werden kann.

Eine weitere Studie stammt von De Petrocellis et al. (2012). Hierin verwendete man sowohl Prostatakrebszellen in Laborbehältern als auch in Mäuse implantierte Prostatakrebstumorzellen. Nicht-THC-Cannabinoide wurden auf biochemische Wirkungen, die sie auf einzelne Zellen haben, und auch auf das tatsächliche Tumorverhalten bei lebenden Tieren getestet. Die Autoren der Studie folgerten, dass „Nicht-THC-Cannabinoide und speziell CBD die Proliferation verzögern und eine Apoptose von Prostatakrebszellen durch eine Kombination von Cannabinoidrezeptor-unabhängigen, molekularen und zellulären Mechanismen verursachen.“

Potenzielle medizinische Vorteile von CBD bei Prostataproblemen

Beckenschmerzen sind ein Symptom, das in Zusammenhang mit Prostatitis steht. Sie können das tägliche Leben wirklich erschweren. Wenn es um die Behandlung von Schmerzen geht, sind einige Cannabissorten wirksamer als andere. Entzündungen sind eine natürliche Immunantwort. Sie hilft dem Körper, sich selbst zu heilen, allerdings ist sie häufig die Grundursache für Schmerzen. CBD hat das Potenzial, Schmerzen und Entzündungen im ganzen Körper zu lindern.

Cannabis-Sorten mit einem hohen CBD-Anteil tragen dazu bei, Entzündungen zu reduzieren, ohne dabei einen Rauschzustand auszulösen. Wenn Sie arbeiten, sich auf Aufgaben konzentrieren oder Maschinen bedienen müssen, sind hohe CBD-Konzentrationen die beste Option.

Abgesehen davon bietet CBD, wie oben bereits erläutert, ebenfalls einige Aussichten bei der Behandlung von Prostatakrebs. Während wir es nicht als Heilmittel betrachten können, hat es aber möglicherweise die Fähigkeit, dabei zu helfen, Prostatakrebszellen und -tumore zu reduzieren.

Wie verwendet man CBD bei Prostataproblemen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, CBD zu konsumieren. Möglicherweise wissen Sie bereits, dass Sie CBD rauchen, vapen oder essen können. Wenn Ihnen keine dieser Optionen zusagt, ist die Anwendung von CBD in Cremeform möglicherweise eine gute Alternative zur Schmerzlinderung. Dazu gehören CBD Balsame, CBD Lotionen und CBD Öle. All diese Produkte kann die Haut direkt aufnehmen und entsprechend verstoffwechseln.

CBD Cremes wirken Wunder, um Entzündungen zu lindern und die Muskeln zu entspannen. Sie können die Creme einfach auf den Bereich auftragen, in dem Sie Schmerzen haben. Die Creme können Sie ruhig dick auftragen. Sie können dies mindestens dreimal täglich machen.

Wenn Sie CBD jedoch nicht zur Schmerzlinderung verwenden, sondern beispielsweise zur Behandlung von Prostatakrebs, empfiehlt man, das CBD Öl täglich in Form von CBD Tinkturen oder CBD Kapseln einzunehmen. Der einzige Unterschied zwischen diesen beiden Methoden besteht in der Art und Weise, wie man die CBD Kapseln oder sublinguale Tinkturen einnimmt. Für diejenigen, die an irgendeiner Krebsart leiden, empfiehlt man, mit 20-40 mg CBD pro Tag zu beginnen. Sie können jede Woche um 10 mg erhöhen, bis Sie die gewünschten Wirkungen feststellen.

CBD Produkte, welche der Körper verdauen muss, haben nicht nur antiproliferative Eigenschaften, sondern lindern auch die Symptome über mehrere Stunden. Viele Menschen erleben sogar den ganzen Tag über Erleichterung. Das einzige, was Sie bei CBD Produkten beachten sollten, ist die verzögerte Einwirkzeit. Es kann bis zu 90 Minuten dauern, bis CBD Tinkturen oder CBD Kapseln ihre volle Wirkung entfalten.

Letzte Gedanken zu CBD bei Prostataproblemen

Obwohl man noch nicht definitiv nachgewiesen hat, dass CBD in der Lage ist, Prostatakrebs zu behandeln, scheint dieses Cannabinoid durchaus das Potenzial für die Behandlung von Problemen im Zusammenhang mit der Prostata zu haben. Darüber hinaus sind die bisherigen Studien zum Thema Prostatakrebs und CBD vielversprechend. CBD kann also eine therapeutische Antwort sein, und zwar unabhängig davon, ob es sich um Schmerzlinderung, seine entzündungshemmende Wirkung oder um die Möglichkeit handelt, Prostatakrebszellen zu reduzieren.