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Können Sie CBD-Öl vapen? [Was Sie wissen müssen…]

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Geschrieben von Mark Schneider
Januar 16, 2019

Das Dampfen wird oft als eine gesündere Alternative zum Rauchen angesehen. Vape-Pens kamen Anfang der 2000er Jahre auf den Markt und erfreuen sich seitdem zunehmender Beliebtheit. Viele Menschen wechseln so von der traditionellen Nikotinzigaretten zum Vaping.

In letzter Zeit werden Verdampfer jedoch nicht nur für den Nikotinersatz verwendet. Der CBD-Öl-Trend dringt auch in die dampfende Welt vor. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass einige Menschen ihr CBD lieber verdampfen, als es sublingual einzunehmen. Die Verbindungen werden sehr schnell durch das Inhalieren absorbiert. Für frühere Raucher oder solche, die nur in Gemeinschaft rauchen, kann das CBD-Dampfen eine gute Möglichkeit sein, um Ihre tägliche Cannabidiol-Dosis zu erhalten.

Aber ist das Verdampfen nun wirklich so gut? Die Theorie hinter Vape-Pens und E-Zigaretten lautet, dass das Verdampfen aufgrund fehlender Verbrennung gesünder sei als das Rauchen von Zigaretten. Der Verbrennungsprozess beim Rauchen setzt Hunderte giftige Chemikalien und Karzinogene frei. Das Verdampfen ermöglicht es Ihnen, den gleichen Erfolg zu erzielen, ohne dabei eine Verbrennung stattfinden zu lassen. Vapen ist ein bisschen gesünder, was nicht unbedingt bedeutet, dass es wirklich gut für Sie ist.

Können Sie CBD-Öl trotzdem in einem Vape-Pen verwenden, selbst, wenn das Vaping einige Gefahren birgt? In diesem Artikel werden wir Ihnen die Antwort auf diese Frage geben. Wir denken nämlich, dass es sich lohnt zu wissen, welche Stoffe Sie Ihrem Körper tatsächlich aussetzen.

Die gesundheitlichen Aspekte bei der Herstellung von CBD

In den USA, in denen Marihuana in vielen Staaten legal ist, können Menschen trockene Blüten der ganzen Pflanze verdampfen. Wenn es hierzulande nur so einfach wäre! Da Cannabis und THC hier illegal sind, müssen Sie auf CBD-Öle aus Industriehanf zurückgreifen, die weniger als 0,02 % THC enthalten. Dies ist natürlich zu Ihrer eigenen Sicherheit, aber leider kann der Prozess, CBD aus Hanf zu extrahieren und für den Verbrauch aufzubereiten, einige unerwünschte Wirkungen haben.

In der Vergangenheit war die Hauptmethode, um CBD aus der Pflanze zu extrahieren, die Pflanze in ein luftdicht verschlossenen Rohr zu platzieren und ein starkes Lösungsmittel wie beispielsweise Butan darüber zu geben. Butan ist allerdings nicht wirklich gut für Ihre Gesundheit. Im Folgenden extrahierte das Lösungsmittel dann die Cannabinoide, wodurch ein klebriges, hochwirksamen CBD-Öl gewonnen wurde.

Natürlich wissen die Hersteller, dass Butan nicht wirklich gut ist. Deshalb wird das Öl einem strengen Reinigungsprozess unterzogen. Es ist jedoch sehr schwierig, das gesamte Butan zu entfernen. Manchmal verbleiben Rückstände aus den Lösungsmitteln im Öl und das ist sehr gefährlich. Am Ende ist das aber trotzdem kein Problem, denn viele Unternehmen stellen auf CO2-Extraktion um, was in Bezug auf das Endprodukt viel sicherer ist.

Davon abgesehen extrahieren einige Unternehmen CBD immer noch mit Lösungsmitteln. Das trifft vor allem auf solche Produzenten zu, die versuchen, ihre Kosten zu senken. Achten Sie also darauf, dass Sie immer auf dem Etikett darauf nachsehen, wie das Öl hergestellt wurde. Es ist wirklich leicht, solche Produkte zu vermeiden, wenn Sie wissen, wonach Sie suchen müssen.

Die gesundheitlichen Aspekte beim CBD-Vapen

Die Cannabispflanze ist mit Pflanzenwachsen und Harzen bedeckt, welche ihre Blätter schützen. Während des Extraktionsprozesses – egal, ob Lösungsmittel oder CO2 verwendet wird – können auch gelöste Anteile des Kutikula-Wachses der Pflanze in das Öl gelangen.

Da Verdampfer niedrigere Temperaturen verwenden, um eine Verbrennung zu vermeiden, werden diese wachsartigen Partikel nicht verbrannt und stattdessen in die Lunge eingeatmet. Einige Experten glauben, dass sich dadurch wachsartige Körnchen in den Atemwegen bilden, was offensichtlich zu gesundheitlichen Komplikationen führen kann.

Auch hier gibt es eine Möglichkeit, dies zu vermeiden. Nach der CO2-Extraktion des CBDs entscheiden sich einige Unternehmen dafür, ihre Öle zu „winterisieren“. Das bedeutet, dass die Pflanze in Alkohol eingeweicht und danach eingefroren wird, wodurch die wachsartigen Partikel abgetrennt werden können. Die Winterisierung führt offensichtlich zu höheren Kosten und es wird angenommen, dass sie auch einen Teil des CBD herausfiltern und das Öl weniger stark machen kann, weshalb es Unternehmen gibt, die diesen Schritt überspringen.

Die Verwendung von Winterisierungstechniken ist für sublinguale Öle in Ordnung. Wenn Sie aber wissen, dass Sie Ihr CBD vapen möchten, sollten Sie nach Unternehmen Ausschau halten, die ihre Produkte winterfest gemacht haben, um zu verhindern, dass sich Wachspartikel in Ihrer Lunge ansammeln.

Die Winterisierung könnte jedoch tatsächlich ein zähflüssigeres Produkt hervorbringen, was zu einer ganzen Reihe neuer Probleme führt…

Die gesundheitlichen Aspekte von Verdünnungsmitteln

CBD-Öl kann nicht in seiner normalen Form verdampft werden, da es so viel zu zähflüssig ist und in einem Verdampfer nicht funktionieren würde. Um das zu umgehen, muss das Öl in etwas Flüssigerem „verdünnt“ werden. Als Lösung fügen die Hersteller dem CBD Verdünnungsmittel hinzu, um so das Öl in eine Dampfflüssigkeit zu verwandeln.

Dies ist ein großes Problem, denn Verdünnungsmittel können giftig sein und Ihre Gesundheit ruinieren. Zwei der am häufigsten verwendeten Verdünnungsmittel sind Polyethylen und Propylenglycol (PEG), die in krebserregende Verbindungen zerfallen können. Andere Nebenprodukte von Verdünnungsmitteln sind beispielsweise Formaldehyd, das ebenfalls ein Karzinogen der Gruppe 1 ist.

Mit anderen Worten, Verdünnungsmittel können Krebs verursachen. Während Sie also keine verbrannten Giftstoffe aus Zigaretten einatmen, atmen Sie beim Verdampfen andere Giftstoffe ein.

Die gesundheitlichen Bedenken beim Verdampfen eines Öls

Das Verdampfen von Ölen jeglicher Art ist nicht unbedingt eine gute Idee. Öl ist eine andere Art von Fett. Wenn Sie also ein Öl verdampfen, atmen Sie im wesentlichen Fett ein. Deswegen besteht die Möglichkeit, dass sich Lipide in den Alveolen ansammeln können und sich so Fett im Inneren der Lunge ansammelt.

Dies kann schließlich zu einer Lipidpneumonie führen, bei der die Bronchien mit Fettkügelchen verstopft sind. Als Folge dessen kann nicht mehr richtig geatmet werden.

Dies ist jedoch nur bei sehr starken hapern wahrscheinlich, sollte aber trotzdem erwähnt werden.

Können Sie CBD-Öl vapen?

Wir sollten darauf hinweisen, dass nicht sehr viele Studien zum Vapen durchgeführt wurden, ganz zu schweigen von CBD-Öl. Es wird wahrscheinlich noch viele Jahre dauern, bis wir konkrete Beweise für die Sicherheitslage beim Dampfen von CBD-Öl haben.

Im Moment können wir sagen, dass es spezielle CBD-Kartuschen zum Verdampfen gibt, die Sie kaufen können. Sie sind nur im Handel erhältlich, da sie mit Vape-Pens kompatibel sind und keine explizite unmittelbare Gefahr darstellen. Das bedeutet, dass CBD-Öl theoretisch verdampfbar ist. Denken Sie jedoch daran, dass Sie nur die für diesen Zweck entwickelten CBD-Öle dampfen können. Tun Sie außerdem kein altes CBD-Öl in Ihren Vape-Pen!

Es ist offensichtlich, dass es einige ziemlich ernste Gefahren geben könnte, wenn es darum geht, CBD-Öl zu verdampfen. Nachdem Sie aber nun informiert wurden, kommt es wirklich auf die persönliche Entscheidung an, ob Sie dieses Risiko eingehen möchten. Wenn Sie sich beim Vapen von CBD unsicher fühlen, dann wechseln Sie stattdessen zu einer sichereren CBD-Alternative, wie zum Beispiel zu sublingualen Ölen oder Lebensmitteln.