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CBD gegen Angst: Funktion, Studien und Dosierung

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Geschrieben von Jana Delzer
Aktualisiert am August 7, 2019

Aus ganz offensichtlichen Gründen erachten wir Angst als etwas nicht Wünschenswertes. Es handelt sich hier aber um eine wesentlich adaptive Reaktion, die uns dabei helfen kann, mit unserer eigenen Sicherheit und unserem Wohlbefinden sowie dem unserer Lieben umzugehen. Das Phänomen der Angst hilft uns, potenzielle Bedrohungen zu erkennen und zu vermeiden. Sie können uns aber auch dazu motivieren, Maßnahmen zu ergreifen, die unsere Situation verbessern. Problematisch wird es, wenn wir diese natürlichen Reaktionen nicht effektiv steuern. Dann können sie sich auf unsere Beziehungen und Arbeit auswirken. Dies führt häufig zu klinisch diagnostizierten Angststörungen. Doch kann CBD gegen Angst wirklich Abhilfe schaffen.

Man nimmt an, dass Angststörungen einen großen Teil der Bevölkerung betreffen. In Deutschland leiden etwa 10 Millionen Menschen – das sind 12 % der Bevölkerung – ab 18 Jahren an Angststörungen. Die meisten von ihnen verwenden verschreibungspflichtige Benzodiazepine wie Klonopin, Valium und Xanax. Das Problem ist aber, dass diese Medikamente oft süchtig machen und Menschen dazu bringen können, sich benebelt und schläfrig zu fühlen.

Die gute Nachricht ist, dass frühe Untersuchungen vielversprechende Anzeichen dafür gezeigt haben, dass Cannabidiol (CBD) zur Linderung von Angstzuständen beitragen kann. In den letzten Jahren hat CBD bei Wissenschaftlern, Verbrauchern und Kliniken aufgrund seiner starken Wirkung gegen Angstzustände und zahlreicher anderer gesundheitlicher Vorteile großes Interesse geweckt. In diesem Artikel untersuchen wir, was genau Angst ist, wie man CBD gegen Angst verwenden kann, und welche Ergebnisse verschiedene Studien zum Thema hervorgebracht haben.

„Angst“ im Überblick

Jeder macht sich von Zeit zu Zeit Sorgen oder hat Angst vor etwas. Beides sind ganz normale Emotionen. Dahingegen sind Angststörungen aber etwas anderes. Sie fallen unter eine Gruppe von psychischen Erkrankungen, und die von ihnen verursachten Probleme können zu Störungen des täglichen Lebens einer Person führen. Diejenigen, die an einer Angststörung leiden, haben Sorgen und Ängste, die konstant, überwältigend und sehr oft lähmend sind.

Die Bezeichnung Angststörung ist ein Ausdruck, den man verwendet, um eine Reihe verschiedener Zustände zu beschreiben. Dazu gehören zum Beispiel:

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Panikstörung

Menschen, die unter Panikstörungen leiden, erleben Terror, der zufällig zuschlägt. Während einer Panikattacke können Schweiß, Brustschmerzen und Herzklopfen auftreten. Es ist auch möglich, das Gefühl zu haben, zu würgen oder einen Herzinfarkt zu bekommen.

Generalisierte Angststörung

Betroffene haben das Gefühl, unrealistisch und übermäßig besorgt und angespannt zu sein, ohne, dass es einen wirklichen Grund dafür gibt.

Phobien

Patienten mit Phobien spüren eine intensive Angst vor einem bestimmten Objekt oder einer bestimmten Situation, wie Höhe oder Spinnen. Diese Angst geht über das Angemessene hinaus und kann sogar dazu führen, dass Menschen gewöhnliche Situationen meiden.

Soziale Angststörung

Man bezeichnet dies auch als soziale Phobie. Jene Menschen, die an dieser Störung leiden, sind sich ihrer selbst sehr bewusst und erleben eine überwältigende Sorge in ganz normalen, alltäglichen sozialen Situationen. Sie konzentrieren sich darauf, dass andere über sie urteilen oder sich über sie lustig machen könnten.

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Diese Form von Angst tritt nach einem traumatischen Ereignis auf. Die Forscher sind sich noch nicht sicher, was genau Angststörungen hervorruft. Man nimmt aber an, dass sie auf einer Kombination verschiedener Faktoren beruhen. Dazu gehören Veränderungen im Gehirn, Umweltstress und sogar die Genetik.

Wenn Sie eine Angststörung haben, kann das Gefühl der Angst ständig bei Ihnen sein. In extremen Fällen können Sie die Straße nicht überqueren, keinen Aufzug betreten oder sogar nicht Ihr Zuhause verlassen. Es könnte Sie davon abhalten, Dinge zu tun, die Ihnen Spaß machen. Es ist eine emotionale Störung, die jeden in jedem Alter betreffen kann.

Die Angst fühlt sich je nach Person, die sie erlebt, unterschiedlich an. Dabei reichen die Gefühle von Schmetterlingen im Bauch bis hin zum Herzrasen. Betroffene fühlen sich mit unter, als hätten sie die Kontrolle verloren und, dass es eine Art Trennung zwischen Körper und Geist gäbe.

Die Symptome der allgemeinen Angst sind schnelles Atmen, Unruhe, Konzentrationsstörungen, erhöhte Herzfrequenz und Einschlafstörungen. Angstsymptome können sich von Person zu Person unterscheiden. Aus diesem Grund ist es wichtig, alle Möglichkeiten zu kennen, mit denen sich Angst zeigt.

Wie und warum CBD gegen Angst helfen könnte

Man nimmt an, dass CBD mit einem Gehirnrezeptor, der als CB1 bekannt ist, zusammenarbeitet. Rezeptoren sind winzige kleine Proteine, die an die Zellen gebunden sind und chemische Signale von verschiedenen Reizen empfangen, die den Zellen helfen, zu reagieren.

Die genaue Auswirkung von CBD auf CB1 ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass es die Serotoninsignale verändert. Serotonin ist eine im Körper vorkommende Chemikalie, die eine große Rolle in Sachen psychischer Gesundheit spielt. Niedrige Serotoninspiegel sind häufig bei Patienten mit Depressionen zu finden. Nicht genügend Serotonin im Körper zu haben, kann bei manchen Menschen auch zu Ängsten führen.

CBD vollzieht Aktionen im Gehirn, die zeigen, warum es für die Behandlung von Angstzuständen großartig sein könnte. Hier sind zwei der Ergebnisse:

5-HT1A-Agonist

5-HT1A ist ein Subtyp des Serotoninrezeptors. Dies ist insofern wichtig, da man sowohl Angstzustände als auch Depressionen häufig mit Arzneimitteln behandelt, die auf das Serotoninsystem abzielen (wie Prozac und Zoloft). CBD gegen Angst wirkt ähnlich wie diese Medikamente, indem es die Signalübertragung über Serotoninrezeptoren verstärkt.

Hippocampusneurogenese

Der Hippocampus ist ein Bereich im Hirn, der bei vielen Gehirnfunktionen eine entscheidende Rolle spielt. Am bekanntesten ist er für seine Rolle bei der Wahrnehmung und Gedächtnisfunktion. Bei Patienten, die unter Angstzuständen leiden, ist der Hippocampus normalerweise kleiner als beim Durchschnitt. Studien haben gezeigt, dass CBD dem Hippocampus helfen kann, Neuronen zu regenerieren, und daher bei der Behandlung von Angstzuständen hilfreich sein kann.

CBD gegen Angst interagiert mit dem körpereigenen natürlichen Endocannabinoidsystem (ECS), das in fast allen Körperzellen vorhanden ist und eine Reihe von Körperfunktionen verwaltet. Dazu gehören Schlaf, Appetit, Stimmung, Schmerzempfinden und Gedächtnis. Stressrekuperation ist einer der Hauptzwecke des ECS.

CBD interagiert mit einem Neurotransmitter, der als GABA bekannt ist. Wir verstehen darunter das Übertragen von Nachrichten von einem Neuron oder einer Gehirnzelle zur nächsten. Diese Meldung lautet normalerweise „Zurück“. GABA informiert den Körper darüber, wenn eine gute Gelegenheit zum Herunterfahren besteht. Da es im Großhirn eine Vielzahl von Neuronen gibt, die auf GABA reagieren, können die Angstzustände verringert, die Erholung unterstützt und die Muskeln entspannt werden.

Medizinische Erkenntnisse: Auswirkungen von Cannabinoiden und CBD gegen Angst

Bisher stammen die meisten Ergebnisse zu CBD gegen Angst aus Tierstudien und Laborversuchen. Ein Bericht, der 2015 im Neurotherapeutics Journal veröffentlicht wurde, beschrieb, dass CBD bei der akuten Behandlung von Zuständen wie Panikstörung, PTBS, generalisierter Angststörung und sozialer Angststörung vielversprechende Wirkungen aufzeigt.

Obwohl es an groß angelegten klinischen Studien mangelt, in denen man testete, wie CBD bei der Behandlung von Angstzuständen wirkt, ergab eine kleine Studie, die man 2011 in der Fachzeitschrift Neuropsychopharmacology veröffentlichte, dass CBD zur Linderung sozialer Angstzustände beitragen kann.

Im Rahmen der Studie erhielten 24 Personen mit sozialer Angst eineinhalb Stunden vor der Teilnahme an einem simulierten öffentlichen Sprechtest entweder 600 mg CBD oder ein Placebo. Weitere 12 Personen führten den gleichen Test als Kontrollgruppe durch, ohne eine CBD-Behandlung zu erhalten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Vorbehandlung mit CBD die Angst, das Unbehagen und die kognitiven Beeinträchtigungen signifikant reduzierte, während die Teilnehmer ihre Rede machten.

In einer kleinen Doppelblindstudie, die brasilianische Forscher an Patienten mit allgemeiner sozialer Angst durchführten, stellte man fest, dass die Angst der Teilnehmer nach dem Konsum von CBD signifikant zurückging. Die Forscher validierten die Berichte der Patienten, indem sie Gehirnscans durchführten, um zerebrale Blutflussmuster aufzuzeigen, die mit den Anti-Angst-Effekten zusammenpassen.

Medizinische Vorteile der Verwendung von CBD zur Behandlung von Angstzuständen

Im Laufe der Jahre setzte man CBD als praktikable Behandlungsoption für Depressionen und Angstzustände ein. Medizinische Forscher untersuchten CBD kontinuierlich. Um aber ehrlich zu sein, gelten die Auswirkungen von CBD gegen Angst derzeit als herausragend in den finanziell am besten ausgestatteten und faszinierendsten Bereichen der Cannabisforschung.

CBD ist aus vielen Gründen ein fantastischer natürlicher Weg, um Angstzustände zu reduzieren. Man muss sich bewusst darüber sein, dass Angst nicht nur im Kopf ist, sondern auch einige körperliche Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelverspannungen verursacht. CBD ist zur Behandlung all dieser Symptome wirksam. Darüber hinaus verbessert CBD die Stimmung und lindert gleichzeitig Angstsymptome. Dies liegt daran, dass CBD antidepressive Eigenschaften besitzt, welche die emotionale Reaktion regulieren und unsere positive Lebenseinstellung verbessern.

Wie man CBD gegen Angst einnimmt

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, CBD gegen Angst zu verwenden, von Ölen und Sprays bis hin zu CBD Produkten zur lokalen Anwendung und Süßigkeiten. Dabei gibt es keine Möglichkeit, die am besten funktioniert. Es ist abhängig von der Krankheit, die man behandeln will und von der Person, die CBD verwendet. Es ist wichtig, dass Sie die für Sie am besten geeignete Verabreichungsmethode auswählen.

Wenn die Krankheit Angst ist, gibt es drei Möglichkeiten, wie Menschen in der Regel CBD verwenden.

Vaping

Vaping ist wohl eine der schnellsten Möglichkeiten, die Wirkung von CBD zu spüren. In einer akuten Angstsituation ist das wirklich wichtig. In der Regel konsumiert man morgens und abends eine kleine Menge. Natürlich können Sie bei Bedarf auch tagsüber etwas CBD gegen Angst verwenden.

Tinkturen

CBD Öle und Mundsprays sind bei Verbrauchern sehr beliebt. Die Menschen können sublinguale Öle einnehmen, indem sie die Flüssigkeit unter ihre Zunge tropfen lassen oder sie dorthin sprühen. Die Schleimhäute sind mit kleinen Kapillaren gefüllt, was bedeutet, dass CBD schnell und direkt in die Blutbahn aufgenommen wird. Tinkturen sind eine gute Wahl für Menschen, die keine Pillen schlucken möchten. Die CBD Öle schmecken in der Regel etwas „krautig“. Für manche Personen kann das ein Nachteil sein. Viele Firmen haben dieses Problem jedoch erkannt und bieten deswegen ihre Produkte in verschiedenen Geschmacksrichtungen wie Pfefferminze an.

Lebensmittel

Eine der beliebtesten Methoden zur Einnahme von CBD gegen Angst ist die Süßigkeit. CBD Gummibären kann man in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen finden und auch in Bezug auf die Dosierung sind sie kein Problem. Viele Menschen mögen Gummibären, weil die Dosierung gleichbleibend ist und eine bequeme Methode zur Einnahme von CBD darstellt. Sie können sie überall hin mitnehmen, und niemand weiß, dass Sie CBD verwenden. Auf der anderen Seite wirken Gummibärchen nicht schnell genug, sodass Sie sie lange genug im Voraus einnehmen müssen – sie eignen sich also nicht so gut für Angstattacken.

Was kann CBD gegen Angst tun

Tierstudien haben speziell damit begonnen, die Details der Wirkung von CBD auf das Gehirn aufzuzeigen. Studien an Menschen mit und ohne Angststörungen beginnen ebenfalls die Wirksamkeit von CBD als Anti-Angst-Behandlung zu bestätigen. Obwohl weitere Untersuchungen erforderlich sind, um das langfristige Potenzial und die Auswirkungen von CBD zu ermitteln, hat es sich bislang als äußerst günstige Option erwiesen.

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