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Kann CBD das Immunsystem stärken?

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Geschrieben von Mark Schneider
Aktualisiert am April 20, 2020

Bewertung (5 / 1)

Ein gut funktionierendes Immunsystem ist der beste Schutz für den Menschen vor Krankheiten. Zwar beschäftigen sich viele nicht erst seit der Corona-Krise mit diesem Thema, aber das Interesse ist aus gegebenen Anlass derzeit ungebremst. Deswegen widmen wir uns der Frage: Welchen Einfluss hat CBD auf das menschliche Immunsystem?

Das Immunsystem

Das menschliche Immunsystem ist die Verteidigung unseres Körpers – es entscheidet, wer Freund und wer Feind ist. Es soll uns vor dem Eindringen schädlicher Mikroorganismen, wie beispielsweise Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten oder Umweltgifte schützen. Dies ist deswegen wichtig, weil sie unsere Existenz täglich bedrohen, indem sie Krankheiten verursachen können.

Im Zuge der menschlichen Evolution hat sich unser körpereigenes Abwehrsystem stets weiterentwickelt. Dabei haben sich zwei verschiedene Aspekte herauskristallisiert. Bevor wir uns mit der Wirkung von CBD beschäftigen, schauen wir uns das menschliche Immunsystem noch etwas genauer an.

Das System der Immunabwehr

Um zu verstehen, wie das Immunsystem seine Aufgabe erfüllen kann, muss man sich verdeutlichen, wie es eigentlich funktioniert. Es besteht an sich aus mehreren Komponenten, die wir im Folgenden näher erläutern.

Verlauf einer Immunreaktion

Die unspezifische Immunabwehr, welche man auch als erregerunspezifische Immunabwehr bezeichnet, ist uns angeboren.

Sie ist ausgeklügeltes System, das uns vor Erregern schützt. Sie besteht aus unserer Haut, dem Respirationstrakt (Organe, die zum Atmen nötig sind) sowie dem Magen-Darm-Trakt. Diese Elemente bilden eine natürliche Barriere, welche für Erreger nicht sehr einfach zu überwinden sind. Schaffen sie es trotzdem, sie zu überwinden, greift das Komplementsystem.

Unser Körper reagiert mit einer Immunreaktion auf Gewebeschädigungen in Form von Entzündungen. Bis wir das merken können Tage oder gar Wochen vergehen. Dabei bildet unser Körper Plasmaproteine, welche dafür sorgen sollen, dass sich die Entzündung nicht weiter ausbreitet. Es sind auch diese Proteine, welche dem Immunsystem dabei helfen, dass der Entzündungsherd letztlich heilt.

Erregerspezifische Immunabwehr

Wenn dies nicht ausreicht, greift die adaptive erregerspezifische Immunabwehr. Sie hat sich im Laufe der Evolution aus der unspezifischen Immunabwehr entwickelt. Diese Immunabwehr ist deswegen so wichtig, weil sie Antigene von neuen bzw. mutierten Krankheitserregern erkennen und folglich bekämpfen kann. Als Folge der spezifischen Immunabwehr reagieren die antigenspezifischen T-Lymphozyten und B-Lymphozyten, welche Antikörper produzieren, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Manche der T-Lymphozyten verändert sich zu sogenannten T-Gedächtniszellen. Diese können eine neue Schädigung durch die kranken Körperzellen nicht nur sofort erkennen, sondern sogar dafür sorgen, dass sie gar nicht erst wieder entstehen. Das adaptive Immunsystem kann allerdings nur auf bestimmte Krankheitserreger abzielen. Deswegen kann eine für die Grippe spezifische T-Zelle nicht auf einen anderen Krankheitserreger reagieren.

Immunsystem stärken

Wie gut unser Immunsystem funktioniert ist von vielen Faktoren abhängig. So hat beispielsweise die Genetik Einfluss darauf, die man selbst ja nicht steuern kann.

Allerdings ist auch bekannt, dass verschiedene Aspekte einen Einfluss darauf haben, wie gut unser Immunsystem funktioniert. Diese können wir selbst in die Hand nehmen. So sorgen etwa eine ausgewogene gesunde Ernährung mit ausreichend Obst und Gemüse sowie regelmäßige Bewegung nicht nur dafür, dass man sich besser fühlt. Sie helfen auch dem Körper, sein Gleichgewicht zu finden. Weiter sind zum Beispiel ein gutes Stressmanagement, eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und das Vermeiden von Zellgiften wie Alkohol oder Nikotin weitere Möglichkeiten, um unsere Gesundheit zu unterstützen.

Inzwischen konnte man jedoch auch wissenschaftlich nachweisen, dass Cannabinoide ebenfalls einen positiven Einfluss auf unser Immunsystem haben, was wir uns nun etwas genauer ansehen werden.

Wie kann CBD Immunsystem stärken?

Der Grund, warum unser Körper überhaupt mit Cannabinoiden interagieren kann, ist die Tatsache, dass wir über ein körpereigenes Endocannabinoidsystem verfügen. Cannabinoide können an die Cannabinoid-Rezeptoren andocken, von denen bisher zwei bekannt sind: der CB1-Rezeptor, der überwiegend mit THC interagiert und der CB2-Rezeptor, der vorwiegend eine Bindung mit CBD eingeht.

Im menschlichen Immunsystem finden sich auf einer Vielzahl unterschiedlicher Zellen Rezeptoren für Cannabinoide. Die für das Immunsystem wichtigen T-Zellen, neutrophile Granulozyten, Monozyten, NK-Zellen und B-Zellen weisen CB2-Rezeptoren auf. Wenn Cannabinoide wie etwa CBD an ihnen andocken, dann verwenden sie chemische Signale, um zusätzliche Immunzellen zu den problematischen Stellen zu Hilfe zu rufen.

Weiter haben Cannabinoide aber auch die Eigenschaft, dass sie das Immunsystem ausgleichen können und entsprechend dazu beitragen, Überreaktionen zu verhindern. Normalerweise sind unsere körpereigenen Cannabinoide dafür zuständig. Falls es jedoch einen Mangel oder ein Ungleichgewicht geben sollte, dann können pflanzliche Cannabinoide eine Hilfe darstellen.

Ein ausgeglichenes Immunsystem

Damit das menschliche Immunsystem optimal funktionieren kann, muss man über ein ausgeglichenes Endocannabinoidsystem (kurz ECS) verfügen. Sind CB1-Rezeptoren beispielsweise gehemmt, kann das Immunsystem nicht mehr richtig arbeiten. Fehlen andere Endocannabinoide wie z. B. Anandamid oder 2-AG können sich Krankheiten wie etwa Reizdarm oder Migräne daraus entwickeln. In diesen Fällen könnte sich eine zusätzliche Einnahme von Cannabinoiden positiv auf den Körper auswirken.

In Tiermodellen konnte man zum Beispiel anhand der Autoimmunerkrankung Arthritis verdeutlichen, dass CBD einen Einfluss auf die Überreaktion des Immunsystems hat. Die erkrankten Mäuse behandelte man mit CBD. Man konnte nachweisen, dass sich bestimmte Signalstoffe in der Gelenkflüssigkeit reduzierten, welche normalerweise Immunzellen rufen und infolgedessen zu Entzündungen führen. Weiter konnten die Wissenschaftler beobachten, dass die Tiere nach einigen Tagen Behandlung über eine bessere Beweglichkeit verfügten und geringere Schmerzen hatten.

Entzündungshemmer

Ein weiterer Aspekt, der CBD so interessant macht, ist die Tatsache, dass es entzündungshemmend und krampflösend ist. Leidet der Körper unter Entzündungsprozessen, bildet er freie Radikale. Dabei handelt es sich um natürliche aber trotzdem sehr aggressive Stoffwechselprodukte. Sie können dem Körper schaden und man vermutet auch, dass sie zur Entstehung von Krebs beitragen. In der Medizin geht man davon aus, dass zu viele freie Radikale dazu führen, dass der Körper oxidativen Stress ausgesetzt ist. Dieser wiederum steht im Verdacht, Krankheiten wie etwa die bereits erwähnte Arthritis mit zu verursachen.

Es gibt aber auch Verbindungen, welche diesen Radikalen entgegenwirken können. Neben beispielsweise Vitamin A oder Vitamin C, verfügt auch Cannabidiol über diese Eigenschaft. Seine antioxidativen Eigenschaften ermöglichen es CBD sogar, bereits das Entstehen dieser Radikale zu verhindern. Als Konsequenz verfügt CBD über die Fähigkeit, das Krankheitsrisiko zu vermindern.

CBD gegen Stress

Wie eingangs beschrieben ist Stress ein Faktor, der sich sehr wohl auf unser Immunsystem auswirkt. Er kann unsere Abwehrkräfte nämlich herabsetzen. Die meisten haben das schon einmal erlebt, wenn sie eine stressige Prüfungsphase überstanden und gleich danach krank geworden sind.

In verschiedenen Studien konnte man nachweisen, dass CBD die Produktion der Stresshormone Adrenalin und Cortisol hat. Sicherlich kann CBD Stress nicht komplett entfernen, aber sehr wohl, dessen Auswirkung auf unseren Organismus beeinflussen.

Wie viel CBD ist gut?

In Sachen Cannabinoide gibt es im Gegensatz zu vielen Medikamenten keine allgemeingültige Aussage, was die Menge angeht. Jeder Körper reagiert verschieden auf Cannabinoide. So kann die eine Person schon bei sehr geringen Mengen eine Wirkung verspüren und eine andere muss mit den gleichen Beschwerden viel mehr verwenden.

Wenn man sich dazu entscheidet, CBD Produkte zu verwenden, sollte man dies immer mit dem Arzt absprechen, wenn man Vorerkrankungen hat oder andere Medikamente einnimmt. Weiter ist es ratsam sich langsam mit der Dosierung heranzutasten, um zu sehen, wie viel Cannabidiol der Körper braucht, bis sich eine Wirkung zeigt.

Weiter sollte man wissen, dass man CBD auch ohne Erkrankung präventiv einnehmen kann. Für welche Produkte man sich entscheidet, sollte man immer davon abhängig machen, welche Wirkung man wo im Körper erzielen möchte.

Gesund durchs Jahr

Wie in diesem Artikel deutlich wurde, hat CBD sehr wohl eine Wirkung auf unser Immunsystem. Natürlich ist auch Cannabidiol kein Allheilmittel und im Zweifel sollte man immer mit einem Arzt Rücksprache halten und etwa eine Diagnose einholen, bevor man mit einer Selbstmedikation beginnt.

Sehr wahrscheinlich werden wir auch in naher Zukunft weiter viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse darüber erhalten, welche zusätzliche Wirkung CBD auf unser Immunsystem hat.

Sollten sich sich nun dafür interessieren, ein CBD Produkt zu kaufen, empfehlen wir Ihnen unseren Artikel über die 5 besten CBD Öle in Deutschland zu lesen, bevor Sie Ihre Bestellung absenden.

Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

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