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Edibles mit CBD oder THC – Was ist das?

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Geschrieben von Nathalie Müller
Aktualisiert am Mai 5, 2020

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Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um Cannabis und CBD Produkte zu konsumieren. Neben dem Inhalieren beim Rauchen oder CBD Ölen, kann man seine Cannabinoide allerdings auch essen. Erfahren Sie in diesem Artikel, was es damit auf sich hat und worauf Sie achten sollten!

Was sind Edibles?

Wenn Sie sich schon etwas mit Cannabis beschäftigt haben, dann ist Ihnen der Begriff „Edibles” bestimmt schon einmal über den Weg gelaufen. Unter diesem Begriff, der aus dem Englischen stammt, versteht man Lebensmittel, die mit Cannabinoiden versetzt sind. Dabei ist es irrelevant, ob es sich um Marihuana-Extrakte mit THC oder CBD-Konzentrate handelt. Zu den wohl wahrscheinlich bekanntesten aber bei Weitem nicht einzigen Möglichkeiten zählen wohl infundierte Brownies und Lollies.

Es gibt jedoch einige Sachen, die Sie beachten sollten, bevor Sie sich für Edibles entscheiden. Deswegen zeigen wir Ihnen im Folgenden, wie sie auf den menschlichen Körper wirken.

Wirkung von Edibles

Im Gegensatz zum Rauchen bzw. Vapen dauert es länger, bis die Wirkung einsetzt. Das liegt daran, dass das die Cannabinoide wie THC oder CBD zuerst durch die Leber verstoffwechselt werden müssen. Diese wandelt die Cannabinoide in aktive Metaboliten um.

Besonders im Falle des Cannabinoids THC merkt man die Konsequenz davon relativ gut, da sich seine Wirkung intensiviert. Wenn man Cannabis im Gegensatz dazu allerdings inhaliert, dann geht der Körper damit anders um. Das liegt daran, weil das Cannabinoid nicht durch den Magen gelangen muss, sondern direkt zum Gehirn gelangt. Deswegen setzt die Wirkung zwar auch schneller ein, allerdings dauert sie nicht so lange an, wie bei Edibles.

Im Gegensatz zu den klassischen Keksen oder Kuchen, gibt es mittlerweile auch Bonbons oder Lutscher, welche selbstverständlich auch zu den Edibles zählen. Da man diese allerdings nicht gleich runterschluckt, sondern im Mund behält, nimmt der Körper die Cannabinoide bereits durch die Mundschleimhaut auf, weswegen es zu einer schnelleren Wirkung kommt.

Wissen, was man isst

Man sollte sich dieser unterschiedlichen Wirkungsweise bewusst sein, bevor man sich dazu entscheidet, seine Dosis THC bzw. CBD in Form von Edibles zu konsumieren. Denn zu oft, sind die Menschen nicht geduldig genug und entscheiden sich deswegen dazu, noch ein Stück zu essen. Vor allem in Sachen THC kann dies zu unschönen Wirkungen kommen, da das „High” des Erstkonsums mit dem später einsetzenden „High” des zweiten Mals kollidieren kann. Zwar kann man THC nicht überdosieren, allerdings kann es infolgedessen zu einem unangenehmen „High” kommen, das für einige Zeit als zu stark empfunden werden kann.

Zwar hat CBD keine psychoaktive Wirkung, allerdings sollte man auch bei CBD Edibles daran denken, dass die Zeit bis zum Einsetzen der Wirkung länger ist und entsprechend konsumieren.

Herstellung

Um Edibles herzustellen verwendet man normalerweise hoch konzentriertes Cannabis bzw. Nutzhanf. Dabei stehen grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Verfügung, damit die Cannabinoide in die Lebensmittel gelangen: Konzentrate wie etwa Haschischöl, infundierte Butter oder Öle.

Theoretisch kann man mit diesen drei Möglichkeiten alle Lebensmittel mit Cannabinoiden versetzen. Klassischerweise konzentriert man sich aber auf Kekse, Kuchen, Muffins, Gummibärchen oder Lutscher.

Situation in Deutschland

Obwohl man inzwischen in Deutschland Canabis legal auf Rezept verschrieben bekommen kann, sieht es in Sachen Lebensmittel etwas anders aus. Denn im Gegensatz zu anderen Ländern, wie etwa den USA, kann man sich bisher keine THC-haltigen Edibles auf Rezept verschreiben lassen und müsste sie deswegen theoretisch selbst herstellen. Damit sich dies ändert, müsste das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) erweitert werden.

Davon abgesehen fällt THC haltiges Marihuana in Deutschland unter das BtMG und ist somit illegal. Entsprechend kann man auch keine Edibles mit THC-Anteil in Geschäften kaufen.

Im Gegensatz dazu ist CBD allerdings legal, solange die Produkte weniger als 0,2 % THC-Anteil haben. Trotzdem finden sich hierzulande nicht allzu viele Anbieter, die Edibles vertreiben. So wird auch hier deutlich, dass diese Form des CBD-Konsums ebenfalls noch nicht so beliebt ist wie in anderen Ländern. In den USA kann man beispielsweise sogar Eis mit CBD-Anteil kaufen.

Worauf bei Edibles achten?

Wenn Sie sich nun also dazu entschieden haben, Edibles eine Chance zu geben, dann sollten Sie auf einige Sachen achten.

  1. Dosierung

Der wohl wichtigste Aspekt ist die Menge CBD oder THC, welche sich in den Edibles befindet. Zwar interagiert das Endocannabinoidsystem eines Menschen mit den Cannabinoiden, aber trotzdem unterscheiden sich unsere Toleranzgrenzen erheblich voneinander. Dabei spielen verschiedene Faktoren, wie etwa die Körpermaße, die Gene und der Stoffwechsel eine entscheidende Menge. Wenn man noch keine Erfahrung mit Edibles sammeln konnte, dann sollte man sich für kleinere Konzentrationen entscheiden. Dazu ist es wichtig, die auf dem Produkt angegebene Menge CBD oder THC zu lesen bzw. sie richtig abzuwägen und gleichmäßig zu verteilen, wenn man das Produkt selbst herstellt.

  1. Wirkung

Wie eingangs beschrieben, kann es bei Edibles im Vergleich zum Inhalieren um ein Vielfaches dauern, bis die Wirkung einsetzt. Deswegen gilt, dass man geduldig sein sollte. Isst man etwa Kekse, kann es bis zu zwei Stunden dauern, bis die Wirkung voll eingesetzt hat. Deswegen ist es auch ratsam, sich die Uhrzeit zu merken, zu der man das Edible verzehrt hat.

  1. Verschiedene Wirkzeiten

Edible ist nicht gleich Edible. Beachten Sie die verkürzte Zeit bis zum Einsetzen der Wirkung, wenn Sie beispielsweise mit CBD versetzte Lutscher oder Bonbons konsumieren.

  1. Essen

Bevor Sie einen Edible genießen, sollten Sie mindestens einen Snack, aber besser noch eine ordentliche Mahlzeit zu sich nehmen. Dies sollten Sie hingegen nicht mehr machen, wenn Sie auf das Einsetzen der Wirkung warten. Das liegt daran, dass die Fette der Nahrung die Wirkung des THC bzw. CBD weiter verstärken kann. Die Ursache dafür ist, dass Cannabis ein Fett benötigt (außer natürlich beim Rauchen), damit der Körper es entsprechend aufnehmen kann.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Artikel ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht hat. Wollen Sie Edibles ausprobieren, dann sollten Sie unseren 4 Tipps Beachtung schenken. Ob Sie sich nun für Edibles entscheiden, oder Ihre Cannabinoide durch eine der vielfältigen weiteren Möglichkeiten konsumieren, ist eine persönliche Entscheidung, die sicherlich von verschiedenen Faktoren abhängig ist. Dazu gehört beispielsweise, ob Sie gerne rauchen, oder lieber CBD Öle verwenden.

Wenn Sie lieber CBD Öle verwenden, dann können Sie viele weitere Informationen in umserem Artikel über die 5 besten CBD Öle Deutschlands finden.

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