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Die Geschichte CBDs: Eine Chronologie der Ereignisse

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Geschrieben von Mark Schneider
Februar 13, 2019

Es scheint ganz so, als wäre CBD aus dem Nichts aufgetaucht: Niemand hatte je davon gehört und plötzlich ist es überall in den Nachrichten. Die Wahrheit ist jedoch, dass Cannabidiol schon ewig existiert, noch lange bevor es dank CBD-Öl so populär wurde.

Wenn Sie mehr über die Geschichte von CBD erfahren und wissen möchten, wie es dazu kam, dass es so beliebt ist, dann lesen Sie einfach weiter, denn die Geschichte von CBD ist wirklich sehr interessant! Beim nächsten Gespräch mit Ihren Freunden zum Thema können Sie dann, nachdem Sie diesen Artikel gelesen haben, mit Ihrem neuen Wissen punkten, wenn sie Sie fragen, was diese kleine Flasche in Ihrem Regal ist.

Hier sind die wichtigsten Ereignisse in der CBD-Geschichte – lassen Sie uns wissen, falls wir etwas vergessen haben sollten!

Die Geschichte CBDs: Eine Chronologie

  • 1940 | Roger Adams isolierte CBD aus Marihuana, konnte es aber nicht richtig beschreiben

Cannabidiol kommt zusammen mit möglicherweise hundert anderen Cannabinoiden in der Pflanze Cannabis sativa vor. Der ehemalige Harvard-Student Roger Adams arbeitete 1940 als organischer Chemiker an der University of Illinois und hatte beschlossen, die Chemie von Cannabis zu erforschen. Zu dieser Zeit war die Pflanze noch geheimnisvoller und rätselhafter als heute. Sie war dafür bekannt, die Leute „high“ zu machen, aber niemand wusste, warum. Adams gelang es, die CBD-Verbindung erfolgreich aus der Pflanze zu extrahieren, beschrieb jedoch nicht ihren chemischen Aufbau. Aus diesem Grund wird Adams leider nicht wirklich oft für seine Entdeckung genannt, obwohl er technisch gesehen der Erste war, der das geschafft hatte.

  • 1946 | Dr. Walter S. Loewe führte die ersten Cannabinoid-Tests an Tieren durch

Bis heute wurden wirklich nur sehr selten Cannabinoid-Tests am Menschen durchgeführt. Öfter werden sie hingegen an Tieren wie Mäusen und Ratten durchgeführt. Heute finden immer mehr Versuche am Menschen statt. Bereits 1946 wurden die ersten Tests an Kaninchen und Mäusen durchgeführt. Dr. Walter Loewe führte Versuche an Nagetieren mit CBD, THC und CBN durch. Er fand heraus, dass THC in Mäusen, in Bezug auf eine induzierte Trance, Katalepsie verursachte, während CBD keine auffälligen Verhaltensweisen erzeugte. Darüber hinaus löste THC bei Kaninchen eine „zentrale Erregung“ hervor, CBD dagegen tat dies nicht. Diese Studien zeigten, dass THC die psychoaktiven Wirkungen von Marihuana auslöste. Das legte zum ersten Mal nahe, dass CBD kein Rauschmittel ist. Die chemischen Strukturen dieser Cannabinoide wurden hier noch nicht identifiziert, sodass Dr. Loewe diese Ergebnisse nicht vollständig abschließen konnte.

  • 1964 | Professor Raphael Mechoulam isolierte CBD und beschrieb tatsächlich seine chemische Struktur

Der israelische Wissenschaftler Dr. Raphael Mechoulam von der Hebräischen Universität Jerusalem gelang es als erstem nach Dr. Adams, erfolgreich CBD isolieren. Zusätzlich konnte Dr. Mechoulam erfolgreich die Stereochemie von CBD identifizieren und CBD zum ersten Mal eine chemische Struktur zuweisen. Deshalb wird ihm häufig die Entdeckung von CBD zugesprochen. Mechoulam war auch derjenige, der die Struktur von THC isolieren und beschreiben konnte. So ist es nicht verwunderlich, dass er eine äußerst einflussreiche Person in der modernen Cannabisbranche ist. Bis heute hat er über 350 Forschungsartikel mit Schwerpunkt Cannabis veröffentlicht. Ohne ihn wäre es kaum denkbar gewesen, dass sich die CBD-Industrie heute so gut entwickeln kann.

  • Ende der 1960er Jahre | Mechoulam und seine Kollegen begannen, Cannabinoide an Primaten zu testen

Es ist nicht immer wirklich ideal, Nagetiere als Modelle für Versuche zu verwenden, deren Ergebnisse dann auf den Menschen übertragen werden sollen. Primaten sind viel enger mit uns verwandt und deshalb eignen sie sich besser. Das ist auch der Grund, warum sie von Dr. Mechoulam und seinem Labor für den Test ihrer neu isolierten Cannabinoide ausgewählt worden waren. Erneut wurde festgestellt, dass THC berauschende Wirkungen hervorruft, während CBD keine psychoaktiven Eigenschaften aufweist. Diesmal konnten die Wissenschaftler jedoch genau beschreiben, welche Bestandteile welche Wirkung hatten.

  • Mitte der 1970er Jahre | British Pharmacopoeia brachte die erste Cannabistinktur auf den Markt

Cannabis wird seit Jahrhunderten von alten Gesellschaften als Heilpflanze verwendet. Dennoch wurde die Pflanze aufgrund ihrer psychoaktiven Eigenschaften kriminalisiert. Als festgestellt wurde, dass CBD kein „High“ verursacht, begannen die Intrigen wegen des potenziell medizinischen Nutzens zu wachsen. British Pharmacopoeia, ein renommiertes Unternehmen mit hohen Qualitätsstandards für medizinische Substanzen, brachte die erste lizenzierte Cannabis-Tinktur auf den Markt. Sehr wahrscheinlich handelte es sich dabei um ein CBD-Öl mit vollem Spektrum. Es war das erste solcher Produkte dieser Art in Bezug auf Lizenzierung und Akzeptanz.

  • 1980 | Dr. Mechoulam arbeitete mit südamerikanischen Forschern zusammen und veröffentlichte Studien zu Cannabis und Epilepsie

Dr. Raphael Mechoulam führte zusammen mit einem Forscherteam der Sao Paulo-Medizinfakultät von Santa Cas9 in Brasilien eine Studie über die Auswirkungen von CBD auf 16 klinische Patienten mit schwerer Epilepsie durch. Es wird angenommen, dass dies eine der ersten Doppelblindstudien mit CBD war. Die meisten Probanden waren Kinder, die an schweren Formen der Erkrankung leiden. Aus den Ergebnissen konnte geschlossen werden, dass bei allen Personen in der Studie eine Verbesserung der Symptome zusammen mit geringen bis keinen Nebenwirkungen auftraten. Dies war ein bahnbrechender Moment in der CBD-Geschichte.

Die Ergebnisse der Studie erlangten leider nicht wirklich an Bekanntheit. Das negative Stigma rund um Cannabis war in diesem Jahrzehnt extrem groß. Dazu gehörten herabwürdigende Klischees über faule Kiffer und Hippies, die Cannabis während der Free-Love-Bewegung der 60er und 70er Jahre verwendeten. Mechoulam selbst sagte: „Wer interessierte sich für unsere Erkenntnisse? Niemand! Und das, obwohl viele der epilepsiekranken Kinder täglich 20, 30, 40 Anfälle hatten. Was haben sie gemacht? Nichts!“ Dies spiegelt leider genau die heutige Situation wider, auch wenn sich die Dinge zu bewegen beginnen.

  • 2000er Jahre | Einige Länder begannen, Cannabis zu entkriminalisieren

Im Jahr 2001 entkriminalisierte das kleine Luxemburg Cannabis. Es folgte Portugal, das alle Drogen in einer etwas extremen Politik entkriminalisierte, wodurch die soziale Situation dort überraschend verbessert wurde. Im Jahr 2001 legalisierte Kanada medizinischen Cannabis, da der medizinische Nutzen allgemein anerkannt wurde. Im Jahr 2003 entkriminalisierte Belgien die Pflanze und immer mehr Länder begannen, dieser Entscheidung zu folgen. Einige entkriminalisierten die Pflanze, während andere einen Schritt weiter gingen und sie sogar für den medizinischen Gebrauch legalisierten.

  • 2001 | Die Verordnung über den Missbrauch von Drogen wurde verabschiedet

In Großbritannien wurde 2001 die Verordnung über den Missbrauch von Arzneimitteln erlassen, die neue Gesetze für Cannabis vorsah. Dies erlaubte den Anbau von Cannabis unter einer besonderen Lizenz, die beim Innenministerium beantragt werden konnte. Da Cannabis immer weiter erforscht wurde, erlaubte dieses Gesetz auch das Rauchen von Cannabis zu Forschungszwecken.

  • 2011 | Das erste auf Cannabis basierende Medikament wurde in Deutschland zugelassen

Nabiximols, besser bekannt unter dem Handelsnamen Sativex, wurde 2011 zur Verwendung in Deutschland zugelassen. Das Medikament enthält CBD und THC. Es wird zur Behandlung von Muskelspastiken im Zusammenhang mit Multipler Sklerose (MS) verwendet. Natürlich wird es nur unter besonderen Umständen verschrieben (d.h. wenn Patienten nicht auf andere Medikamente ansprechen) und ist nicht sehr weit verbreitet. Die Zulassung eines Medikaments aus Cannabis beziehungsweise mit psychoaktivem THC war ein enormer Sprung.

  • 2017 | Die Weltgesundheitsorganisation bestätigt, dass CBD sicher ist

In einer Sitzung des WHO-Expertenkomitees für Drogenabhängigkeit (ECDD) wurde durch eine Reihe von Tests und Studien festgestellt, dass CBD für den Menschen sicher und gut verträglich ist. Es wurde ebenfalls gesagt, dass es kein Missbrauchspotenzial und wenig Nebenwirkungen habe. Diejenigen, die existieren, seien sehr gering. Die WHO war sich jedoch sicher, klar zu machen, dass CBD nicht für medizinische Zwecke empfohlen worden sei und erklärte, dass in diesem Bereich weitere Forschung erforderlich sei.

  • 2018 | Weltweit wird Cannabisgeschichte geschrieben

2018 war ein wichtiges Jahr für Cannabis und CBD. Inzwischen werden kontinuierlich Forschungsstudien durchgeführt und die Akzeptanz für medizinisches Cannabis wächst stetig weiter. Das basiert vor allem auf Nachrichten wie beispielsweise über Billy Caldwell, einem jungen Iren, der an schwerer Epilepsie litt und dem durch medizinische Cannabisöle aus Kanada geholfen werden konnte. Als die Menschen sahen, dass Medikamente auf Cannabisbasis einem leidenden kleinen Jungen geholfen haben, konnten sie nicht anders, als ihre Meinung zu ändern.

Der liberale Premierminister Justin Trudeau hat in diesem Jahr auch in Kanada Cannabis komplett legalisiert. Sein Ziel ist es, den Verbrauch bei jungen Menschen zu reduzieren und die sichere Verwendung von Cannabis zu garantieren, da dies durch eine Kriminalisierung nicht möglich sei.

Während Deutschland weit davon entfernt ist, Marihuana für den Freizeitgebrauch zu legalisieren, werden trotzdem ständig und mit wachsendem Nachdruck Änderungen an den bestehenden Gesetzen gefordert. Da Cannabis inzwischen als Arzneimittel verfügbar ist und sich auch CBD einer wachsenden Beliebtheit erfreut, kann davon ausgegangen werden, dass es in diesem Bereich im neuen Jahr viele Änderungen geben wird.

  • 2019 | Was kommt als Nächstes für CBD?

Angesichts der enormen Zunahme der deutschen CBD-Verkäufe und der sich rasch ändernden Gesetzgebung ist es nur logisch anzunehmen, dass mit großen Dingen zu rechnen ist. CBD wird wahrscheinlich zu einer größeren Sache als bisher und damit können wir neue Gesetze, neue Regulierungen und größere, bessere Dinge von der Industrie erwarten. Wir können also gespannt sein!