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CBD bei PTBS: Alles, was Sie über diese Alternative wissen müssen

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Geschrieben von Nathalie Müller
Aktualisiert am Oktober 1, 2019

Die posttraumatische Belastungsstörung, auch bekannt als PTBS, ist etwas, von dem die meisten Menschen inzwischen mindestens ein Mal gehört haben. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sich hier um eine gut verstandene medizinische Situation handelt. Ganz im Gegenteil! Es handelt sich hier um eine stark missverstandene Störung. Die Mehrheit der Menschen verbindet die PTBS mit Kriegsveteranen oder Ersthelfern. In Wirklichkeit sind jedoch so viel mehr Menschen davon betroffen.

Die posttraumatische Belastungsstörung ist eine sehr häufige Erkrankung. Weltweit sind davon in etwa 1,45 Milliarden Menschen betroffen. Die Diagnose ist, insbesondere wegen ihrer bekannten und zunehmend kontroversen Behandlung mit Opioiden, ein heißes Thema geworden. Das Problem ist allerdings, dass viele dieser Arzneimittel eine lange Liste von Nebenwirkungen haben.

Glücklicherweise etabliert sich das Cannabinoid CBD als vielversprechende Therapie bei Medizinern auf der ganzen Welt. Die bisher durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass CBD Angstzustände reduzieren, die Verdichtung von Angsterinnerungen verhindern und den Schlaf verbessern kann. Schauen wir uns genauer an, was PTBS ist, wie CBD bei der Behandlung helfen kann und was die medizinische Forschung sagt.

Was ist PTBS?

Bei PTBS handelt es sich um eine psychiatrische Störung, die bei Menschen auftreten kann, die Zeuge oder Betroffene traumatischer Ereignisse wie Naturkatastrophen, terroristischer Handlungen, von Kriegen, Vergewaltigungen oder anderen Gewaltakten sind. Kurz gesagt handelt es sich um einen psychischen Zustand, den ein schreckliches Ereignis ausgelöst hat. Das kann entweder durch eigenes Erleben oder Bezeugen eines Ereignisses sein. Zu den Symptomen können schwerwiegende Angstzustände, Flashbacks, Albträume und unkontrollierbare Gedanken über das Ereignis gehören.

Die Mehrheit der Menschen, die traumatische Ereignisse durchmacht, kann mitunter vorübergehend Schwierigkeiten beim Umgang damit und bei der Anpassung haben. Mit ein wenig Zeit und Selbstsorge geht es ihnen aber normalerweise besser. Wenn sich die Symptome verschlimmern sowie über Monate oder sogar Jahre anhalten und die alltägliche Funktionsweise beeinträchtigen, besteht möglicherweise die Gefahr einer PTBS.

Die Geschichte von PTBS

In der Vergangenheit war die PTBS unter vielen Namen bekannt. Während des Ersten Weltkrieges nannte man diesen Zustand zum Beispiel „Schock“ oder nach dem Zweiten Weltkrieg „Kampf gegen Müdigkeit“. Doch nicht nur Veteranen erkranken an PTBS. Es kann bei allen Individuen auftreten; Menschen jeder ethnischen Zugehörigkeit, Kultur oder Nationalität und jeden Alters. Die PTSD betrifft schätzungsweise 3,5 % der amerikanischen Erwachsenen und man nimmt an, dass bei jeder elften Person einmal im Leben eine PTBS diagnostiziert wird. Frauen haben zweimal häufiger eine PTBS als Männer.

Die PTBS Symptome können innerhalb eines Monats nach einem traumatischen Ereignis auftreten. In anderen Fällen treten sie jedoch möglicherweise erst Jahre nach dem eigentlichen Ereignis auf. Diese Symptome können erhebliche Probleme am Arbeitsplatz oder in Beziehungen und sozialen Situationen verursachen. Sie können Ihre normalen täglichen Aufgaben beeinträchtigen und sich drastisch auf die Lebensqualität auswirken.

Wie CBD bei der Behandlung von PTBS helfen könnte

Im Laufe der Jahre hat es sich so ergeben, dass Ärzte schnell Opioide zur Behandlung von PTBS verschrieben. Wie aber die Patienten, welche diese Medikamente routinemäßig einnehmen, wissen, können Opioide nicht nur nicht hilfreich, sondern auch sehr gefährlich sein.

Dies ist einer der Gründe, warum sich in Deutschland mehr und mehr PTBS Patienten für CBD interessieren. Es hat sich seit fast einem Jahrzehnt als potenziell wirksame Behandlung mit außergewöhnlich vielversprechenden Ergebnissen erwiesen und zeigt nahezu keine Nebenwirkungen.

CBD kann PTBS behandeln, indem es die langfristige Bildung von Angstgedächtnissen verhindert, die Neurotransmitterspiegel moduliert und die Lebensqualität in Form von verminderter Angst und verbessertem Schlaf verbessert.

Die Wirkung von CBD bei PTBS

Ein traumatisches Ereignis kann Angsterinnerungen hervorrufen. Diese führen zu Angstreaktionen wie beispielsweise Angstzuständen. Daher ist die Störung der Bildung von Angsterinnerung der Schlüssel für PTBS Patienten. Studien haben gezeigt, dass CBD eine ermutigende Reduktion des Angstausdrucks aufweist. Aufgrund der Fähigkeit des Cannabinoids CBD, die Rekonsolidierung des Angstgedächtnisses zu stören und das Aussterben des Angstgedächtnisses zu fördern, ist CBD eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit. Diese Angsterinnerungseffekte werden durch CBD über CB1 Rezeptoren und 5-HT1A-Rezeptoren hervorgerufen. Von beiden ist bekannt, dass sie Auswirkungen auf das Gedächtnis haben.

Das Endocannabinoidsystem

CBD eignet sich zur Behandlung von PTBS durch die indirekte Aktivierung der Endocannabinoidrezeptoren und die Aktivierung des serotonergen Rezeptors, der auch als 5-HT1A bekannt ist. Typischerweise aktivieren die eigenen natürlichen Neurotransmitter diese Rezeptoren: Serotonin für 5-HT1A-Rezeptoren und Anandamid für Endocannabinoidrezeptoren.

Im Endocannabinoidsystem (ECS) hat man dem niedrigen Anandamidspiegel der Entwicklung von PTBS zugeschrieben. Das liegt daran, dass Anandamid einige stimmungsverbessernde Eigenschaften aufweist. Auch hat man festgestellt, dass CBD den Anandamidspiegel verbessert, indem es seinen Abbau behindert. Dadurch kann Anandamid die CB1 Rezeptoren länger aktivieren und allgemein die Stimmung verbessern.

In Sachen serotonerges System ist Serotonin für die Regulierung von Schlaf, Stimmung, Gedächtnis und sozialem Verhalten verantwortlich. Niedrige Serotoninspiegel können ebenfalls zur PTBS beitragen. Im Wesentlichen wirkt CBD wie Serotonin und aktiviert den 5-HT1A-Rezeptor, der dazu beitragen kann, das Angstgedächtnis zu beeinträchtigen, die Stimmung zu verbessern und beim Schlafen zu helfen.

Medizinische Erkenntnisse: Wirkungen von Cannabinoiden auf PTBS

Brasilianische Forscher der Universität von São Paulo, der Bundesuniversität von Santa Catarina und der Bundesuniversität von Parana – untersuchten in einer Studie im Jahr 2017 die Auswirkungen von CBD im ECS bei Ratten auf das Angstgedächtnis. Die Studie ergab, dass sich bei der Behandlung der Ratten mit CBD unmittelbar nach dem Erkennen eines Angstgedächtnisses der Konsolidierungsprozess unterbrach, die Angstausprägung und die Resistenz gegen das Aussterben des Angstgedächtnisses verringerte.

Eine andere Studie der Universität von São Paulo untersuchte die Auswirkungen von CBD auf Ratten, die Angst hatten. Der Angstauslöser war die Anwesenheit von Katzen. Dies führte zu PTBS-ähnlichen Effekten. Nachdem einige Ratten diesem Stress ausgesetzt waren, erhielten sie wiederholt oder nur einmal CBD oder ein Placebo. Nach einer Woche zeigten die Ergebnisse, dass die wiederholte Verabreichung von CBD tatsächlich weiteres ängstliches Verhalten verhinderte. Die Studie ergab, dass CBD diesen Effekt über den 5-HT1A-Rezeptor hervorruft. Dabei handelt es sich um einen Rezeptor, der eine wichtige Rolle bei der PTBS-Entwicklung spielt. Entsprechend kamen sie zu dem Schluß, dass CBD das Potenzial hat, PTBS zu behandeln und, dass die 5-HT1A-Rezeptoren das potenzielle therapeutische Ziel sind.

Im Jahr 2015 erstellten Forscher des College of Pharmacy and Health Sciences an der Drake University eine Übersicht über die wissenschaftliche Literatur zur Verwendung von Cannabis (insbesondere Cannabinoiden) bei der Behandlung von Militärveteranen mit PTBS. Die Überprüfung ergab, dass Militärveteranen eine positive Korrelation zwischen dem Wunsch, Cannabis zu konsumieren, und schweren PTBS-Symptomen aufwiesen. Untersuchungen haben auch ergeben, dass Cannabis allgemein PTBS oder Symptome wie Angstzustände und Schlaflosigkeit lindert.

Diese Überprüfung ergab, dass mehr Forschung in Bezug auf Cannabis und PTBS erforderlich ist. Das ist insbesondere der Fall, weil eine erhebliche Anzahl von Militärveteranen die Substanz zur Behandlung von PTBS einsetzten und die Mehrheit von ihnen über Vorteile berichtet.

Medizinische Vorteile von CBD bei PTBS

Wir haben bereits ausführlich dargelegt, wie und warum CBD eine vielversprechende Behandlung bei der PTBS ist. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass CBD dazu beitragen kann, die Lebensqualität von Menschen, die an dieser Störung leiden, zu verbessern. Angst ist ein häufiges Symptom von PTBS. Bei der PTBS sieht man einen Endocannabinoidmangel und Serotonin als Hauptursachen für Angststörungen an.

Wie die obigen Studien gezeigt haben, interagiert CBD sowohl mit dem Endocannabinoidsystem als auch mit dem serotonergen System. So kann man das Gleichgewicht verbessern und die angstlösenden Vorteile wie die Verhinderung von ängstlichem Verhalten sowie die Angst vor Gedächtnisstörungen.

Wie nimmt man CBD bei PTSD ein?

Die verfügbaren wissenschaftlichen Forschungsergebnisse liefern keine zufriedenstellende Grundlage für eine bestimmte Dosierung von CBD. Studien, die man über Epilepsie und das Dravet-Syndrom durchführte, weisen auf die Verwendung außergewöhnlich hoher Dosierungen hin; etwa 600 mg pro Tag.

Eine interessante Erkenntnis war jedoch, dass hohe CBD-Dosierungen bei der Behandlung von Angstzuständen nicht immer am wirksamsten sind. Die meisten Studien haben gezeigt, dass moderate Dosen von mehr als 10 mg pro Kilogramm – aber weniger als 100 mg pro Kilogramm – als am effektivsten angesehen werden.

Es gibt keine empfohlene Tagesdosis für die CBD-Gabe. Ärzte können zwar eine Dosis empfehlen, sie jedoch nicht verschreiben. Die meisten Experten raten allerdings, ein- oder zweimal täglich etwa 25 mg CBD einzunehmen. Beobachten Sie die Auswirkungen für einen Zeitraum von einer Woche und erhöhen oder verringern Sie sie anschließend nach Bedarf.

Denken Sie daran, dass jeder Mensch anders ist. Was für die eine Person funktioniert, muss nicht unbedingt für eine andere Person das Richtige sein. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, CBD einzunehmen – am Ende hängt alles von den persönlichen Vorlieben ab.

Das CBD Vapen liefert die schnellsten Ergebnisse, daher ist diese Methode möglicherweise perfekt, wenn Sie eine Panikattacke haben. Wenn Sie immer einen CBD Vape Pen dabei haben, haben Sie die Möglichkeit, schnell auf triggernde Erinnerungen zu reagieren, wenn sie auftreten.

Verwenden Sie CBD in Form von CBD Kapseln, CBD Ölen oder CBD Lebensmitteln, dauert es länger, bis die Wirkung einsetzt. Es ist jedoch gut zu wissen, dass oral verabreichtes CBD eine länger anhaltende Wirkung hat als das Inhalieren. Verwendet man es sublingual (tropfenweise), kann es auch schnell in die Blutbahn aufgenommen werden. Vielleicht möchten Sie ein paar verschiedene Methoden ausprobieren, um herauszufinden, welche für Sie am besten geeignet ist.

CBD bei PTBS bietet viel Potenzial

Die PTBS ist eine schwerwiegende Erkrankung, die viele Menschen auf der ganzen Welt betrifft. Sie beeinträchtigt die Lebensqualität und macht es schwierig, normale tägliche Aufgaben zu erledigen. Die gute Nachricht ist, dass Cannabinoide wie CBD ein großes Potenzial bei der Behandlung von PTBS gezeigt haben. CBD kann dazu beitragen, für einen erholsamen Schlaf zu sorgen, das körperliche und emotionale Wohlbefinden zu fördern und das Entstehen traumatischer Erinnerungen zu verhindern. Alles in allem ist es eine vielversprechende Behandlung, die Patienten helfen könnte, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.